Wahre Filme, die uns angelogen haben

Von wegen wahre Begebenheiten!

Wahre Filme, die uns angelogen haben

Sogenannte Biopics haben Hochkonjunktur und werden immer beliebter. Zum Beispiel ist es vor allem Clint Eastwood, der seit einer gefühlten Ewigkeit nur noch wahre Geschichten verfilmt. Mit „American Sniper“ hat er sogar den kommerziell erfolgreichsten Film seiner gesamten Karriere abgeliefert! Doch basieren Biopics immer vollständig auf wahren Begebenheiten?

Hier werden die Fakten nicht ganz so genau genommen:

Wahre Filme, die uns angelogen haben

Foxcatcher

Das Drama erzählt die wahre Geschichte des Multimillionärs John E. du Pont. Er hatte den Ringer David Schultz zunächst gesponsert und anschließend getötet. Zwar bleibt der Film in den meisten Punkten korrekt, doch es ergeben sich Zeitsprünge.

Tatsächlich ist David Schultz 1989 dem Team beigetreten. Somit vergehen ganze sieben Jahre, bis er getötet wird. Auch stellt sich John E. du Pont nicht sofort der Polizei, sondern zieht sich zunächst auf seinem Anwesen zurück.

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American Sniper

Dieser Film basiert auf der Autobiographie von Chris Kyle. Allerdings hält man sich hier nicht an alle Fakten. So spiel zum Beispiel sein Gegenspieler „Mustafa“ im Buch kaum eine Rolle. Im Film wurde er hingegen aus dramaturgischen Gründen hinzugefügt. Im wahren Leben hat sich Chris Kyle zudem nicht an den Hausdurchsuchungen beteiligt. 

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Das Streben nach Glück

Leider weist die Verfilmung des erfolgreichen Börsenmaklers und früheren Obdachlosen namens Chris Gardner ein paar Ungenauigkeiten auf. Zum Beispiel hat der wahre Chris Gardner kein sechsmonatiges Praktikum bei einer Bank absolviert. Vielmehr war er ganze zehn Monate dort und wurde mit 1000 US-Dollar im Monat entlohnt. Die Film-Version ist also um einiges dramatischer.  

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Catch me if you can

Die Gaunerkomödie lief 2002 in den Kinos. Steven Spielberg erzählt hiermit die Geschichte eines echten Hochstaplers namens Frank Abagnale. Allerdings basiert der Charakter von FBI-Ermittler Hanratt (Tom Hanks) auf mehreren Beamten und ist somit leider frei erfunden. Im Film wäre es zu schwierig geworden, mehrere Beamte einzusetzen, weshalb man sich dazu entschieden hat, die Beamten unter einer Hauptfigur zusammenzufassen.