James Bond: Sean Connery, Roger Moore und Co als echte Institution*

James Bond ist der wohl bekannteste Geheimagent der Welt. Die Filme sind Kult – und das schon seit Jahrzehnten. Immer wieder wird die Rolle des Agentenhelden neu besetzt. Für viele Schauspieler ist sie dies I-Tüpfelchen ihrer Karriere. Andere werden fast nur noch mit dieser Rolle in Verbindung gebracht. Doch was macht die Bond-Filme neben den besonderen Hauptdarstellern eigentlich aus? Wie konnte sich der Kult um den Geheimagenten im Auftrag ihrer Majestät so lange halten?

James Bond hat sich als echte Institution im Genre Agenten-Thriller etabliert. Sowohl Kulissen als auch Darsteller sorgen für echte Film-Leckerbissen
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Spannende Orte und Kulissen

Manchmal tritt bei den James-Bond-Filmen die eigentliche Story bei solch spannenden Orten und Kulissen für kurze Zeit in den Hintergrund. Es sind vor allem einzelne Szenen, die uns auf ewig im Gedächtnis bleiben und an die wir in bestimmten Situationen oder beim Anblick bestimmter Orte sofort denken:

• Schneelandschaft: Wer erinnert sich nicht an die wilden Verfolgungsjagden durch den Tiefschnee? Oder die spektakulären Stunts auf Skiern und mit dem Schneemobil? Das imposante Alpenpanorama in Österreich, in der Schweiz, Italien und Frankreich war bereits in einigen 007-Filmen die perfekte Kulisse für beeindruckende und actionreiche Szenen.

• Phang Nga: Roger Moore verhalf seinerzeit als James Bond der Insel Khao Phing Kan bei Phuket in Thailand zu Weltruhm. Die Insel ist seit Moores beeindruckender Landung in der Bucht von Phang Nga sogar als James Bond Insel bekannt. Vor der Bucht ragt eine Felsnadel aus dem Meer und gibt dem Ort zusätzlich einen ikonischen Anstrich. Auch Pierce Brosnan kehrte nach Thailand zurück und wurde dort auf einem Motorrad durch Bangkok gejagt.

• London: Keine Frage, in dem Agenten-Film darf London als Kulisse nicht fehlen. Schließlich ist die Stadt die Heimat des britischen Agenten. Octopussy, Skyfall, Stirb an einem anderen Tag und Spectre: Aufregende und eingängige Szenen in der Hauptstadt Großbritanniens kommen in vielen Bondfilmen vor. Der Trafalgar Square, Covent Garden, Camden und Notting Hill dienten hier schon als Kulissen. 

• Casino: Für den Gentleman Agenten James ist natürlich nicht zuletzt das Casino ein geeigneter Aufenthaltsort. Der Bond typische Stil von Glamour, Spannung und Gefahr kommt in den Casinoszenen besonders gut zur Geltung. Einige der besten 007-Szenen fanden am Spieltisch statt. In Casino Royal mit Daniel Craig ist dieser Drehort sogar titelgebend. Und die Casinoszene erstreckt sich über einen weiten Teil des Films. Auch schon Sean Connery als erster James Bond hatte seine Spielbankenszene – im fiktiven Londoner Casino Le Cercle. Wer selbst einmal Casino-Luft schnuppern möchte, findet hier eine Auswahl an Casinos in Deutschland. Viele virtuelle Spielotheken haben heute auch Live-Spiele und bringen die 007-Atmosphäre direkt an den heimischen Bildschirm.

Gute Hauptdarsteller und spannende Bösewichte 

Unvergessen sind natürlich die James Bond Hauptdarsteller. Sir Sean Connery war der Erste in einer Reihe von Filmagenten. Ihm folgten fünf weitere offizielle Bond-Darsteller. Alle füllten die Rolle ganz unterschiedlich aus. Doch jeder mit viel Charisma. Roger Moore stand dabei am häufigsten als Doppel Null Agent vor der Kamera. In sieben Bond-Filmen war er im Auftrag ihrer Majestät unterwegs. Das ehemalige Model George Lazenby trat hingegen nur ein einziges Mal als Bond in Erscheinung. Sein Agent riet ihm davon ab, in mehr Filmen den Geheimagenten zu mimen. Seiner Karriere war dies leider abträglich. Und auch als 007 ist er nur wenigen in Erinnerung geblieben. 

1. Die Bond-Bösewichte

Aber nicht nur der Brite selbst, auch seine Gegenspieler tragen ihren Teil zur Besonderheit der Filme bei. Manch ein Bond-Schurke ist so prägnant wie der Titelheld selbst. 

Gerd Fröbe als Goldfinger, Joseph Wiseman als Dr. No, Christopher Lee als Francisco Scarmanga und Richard Kiel als Beißer – je fieser, desto besser.

2. Die Bond-Girls

Und ja, die Bond-Girls, auch sie machen die Blockbuster unvergleichlich. Sie sind das Salz in der Suppe der Agentenfilme. Sie sind die Frauen, auf die 007 ein Auge geworfen hat. Sie bezirzen ihn mit ihrem Charme und sind dabei in ihrer Rolle nicht festgelegt. Ein Bondgirl kann dem Helden das Leben schwer machen – zum Beispiel, wenn sie für die Gegenseite arbeitet. Oder sie ist befreundete Spionin. Auf jeden Fall stehen die Girls dem Superagenten in Stil, Glamour und Eloquenz in keiner Weise nach und stehlen ihm manchmal sogar etwas die Show. 

Weitere Besonderheiten der Bond-Filme

Die Filme zeichnen sich neben der einmaligen Kulisse und den guten Darstellern durch weitere Highlights aus, von denen einige in jedem Streifen zu finden sind und zum Wiedererkennungswert beitragen. Wer wartet nicht bei jeder Bond-Verfilmung darauf, wann und wie die typischen 007-Sprüche auftauchen? << Mein Name ist Bond, James Bond. Gerührt, nicht geschüttelt.>> Weitere immer wiederkehrende Highlights sind natürlich die Auftritte von Miss Moneypenny und Bonds Vorsprechen bei seinem Boss M. Auch die Szene, in der James von Waffenmeister Q mit dem aktuellsten Fahrzeug und den neuesten Superwaffen ausgestattet wird, ist gute alte Tradition. 

Aber auch einprägsame, einmalige Szenen sind bondtypisch. Mit dem Panzer durch Moskau? Für den Agenten kein Problem. Der Sprung auf ein Flugzeug? Kein Ding. Ein Bond-Girl, dass einer Göttin gleich aus dem Wasser steigt? Typisch 007.

Und dann nicht zu vergessen: Der Soundtrack. Gute Musik gehört zu jedem guten Film. Der aktuelle Bond-Titelsong erreichte nicht selten einen der ersten Plätze in den Charts.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Reihe sich weiterentwickelt.
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Fazit: Bond ist eine echte Institution

Gerührt, nicht geschüttelt: Die Bond-Filme sind allesamt eine gelungene Mischung. Sie haben seriellen Charakter und doch ist jeder für sich etwas ganz Besonderes. Richtig gute Darsteller sorgen dafür, dass jeder Spruch perfekt rüberkommt. Eine spannende Story wird gewürzt durch aufregende Stunts, einmalige Szenen, eine atemberaubende Kulisse und einen mitreißenden Soundtrack.

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Frank Weber. Seit Beginn seines Studiums der Medienwissenschaften ist er als freier Autor und Blogger rund um die Themen Film und Kino tätig.