Sportskanonen: Diese sieben Filmstars haben zuvor als Sportler Karriere gemacht*

Sie heizen uns auf der Leinwand mächtig ein. Doch auch ohne Stuntdouble haben sie mächtig was drauf. Hier kommen zehn Hollywoodstars, die ihre Karriere als Profisportler begannen.

Sportskanonen: Diese sieben Filmstars haben zuvor als Sportler Karriere gemacht*
Quelle: @ Wikilmages (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Die Begeisterung für den Sport und für sportliche Veranstaltungen lebt unter anderem von Idolen und Identifikationsfiguren. Viele Profisportler sind echte Superstars. Sie locken Jahr für Jahr Millionen von Zuschauern auf die Tribünen. Sportvereine profitieren von berühmten Identifikationsfiguren, die das Interesse am Sport wachhalten und immer wieder junge Nachwuchssportler dazu anregen, ihr eigenes Talent auf die Probe zu stellen.

Auch in den Wettbüros stehen hin und wieder berühmte Sportler Pate für einzelne Wettoptionen und Spielmodi. Je vielfältiger das Wettangebot, desto größer ist die Chance, dass ein berühmtes Gesicht auf den Werbeplakaten prangt. Besonders attraktive Sportwetten-Aktionen, wie sie zum Beispiel durch die Vorteile von Betfair Bonus angeboten werden, bewerben gelegentlich Profisportler. Dadurch gewinnen diese deutlich an Bekanntheit. 

Wenn Leinwandstar und Sportass miteinander verschmelzen, hat die Fangemeinde gleich doppelt Grund zum Jubeln. Tatsächlich haben vor allem einige Actionstars eine erfolgreiche Sportlerkarriere hingelegt, bevor sie für die große Leinwand entdeckt wurden. Erinnern wir uns an zehn große Kinohelden, die vor ihrem Durchbruch als Spitzensportler auf sich aufmerksam machten. 

Bud Spencer

Er zählt zu den beliebtesten Film- und Fernsehschauspielern der 70er und 80er Jahre. Bud Spencer, geboren 1929 in Neapel unter dem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli, ist ein Publikumsliebling und ein echtes Multitalent. Er spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit und prägte vor allem an der Seite seines Filmkollegen und Freundes Terence Hill das Genre der Hau-Drauf-Filme. Auch mit Formaten wie „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ eroberte der sympathische Schauspieler eine große Fangemeinde. Außerdem war Bud Spencer auch hinter den Kulissen als Komponist, Musikproduzent, Drehbuchautor und Stuntman tätig. 

Seine Karriere begann allerdings an ganz anderer Stelle. Schon im Alter von 8 Jahren entdeckte er seine Liebe zum Schwimmsport und blieb ihm auch während seines Studiums und seines Einsatzes als Pilot im Zweiten Weltkrieg treu. Mit Talent und Ehrgeiz schaffte er es bis zum italienischen Meister in der Disziplin 100 Meter Freistil und schaffte die Distanz am 19. September 1950 sogar als erster Italiener unter einer Minute. Von 1947 bis 1957 gewann er zehn Jahre in Folge die italienische Meisterschaft, drei Jahre lang in der Disziplin Freistil, sieben Jahre lang im Brustschwimmen. 

1952 startete Bud Spencer mit der italienischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Helsinki und 1956 noch einmal in Melbourne. Im Alter von 27 Jahren beendete er seine aktive

Dwayne Johnson

Dwayne „The Rock“ Johnson gehört zu den beliebtesten Actionstars. Der 1972 in Kalifornien geborene Schauspieler wurde mit Filmen wie „The Scorpion King“, „Die Mumie kehrt zurück“, „The Fast and The Furious 7“ und „San Andreas“ berühmt. 

Vor dem Durchbruch auf der Leinwand war Johnson allerdings bereits als Wrestler erfolgreich. Er zählt zu den erfolgreichsten Wrestlern der World Wrestling Federation, die später zu World Wrestling Entertainment wurde, wo er sich insgesamt zehnmal die höchste Auszeichnung sichern konnte. Man handelte ihn als den „Superstar der dritten Generation“, da auch sein Vater und Großvater bereits erfolgreiche Wrestler gewesen waren. 

2004 unterbrach Dwayne Johnson seine sportliche Karriere, kehrte 2011 allerdings noch einmal zur WWE zurück. Am 3. August 2019 gab er seinen endgültigen Rücktritt vom Wrestling bekannt. 

Jason Statham 

Der britische Actiondarsteller hat sich vor allem durch „The Transporter“ einen Namen gemacht. Aber auch Filme wie „Expendables“ und „Snatch“ machten ihn zu einem der ganz Großen auf der Leinwand. 

Vor dem filmischen Durchbruch schwamm Jason Statham erfolgreich für die britische Nationalmannschaft. Als Wasserspringer nahm er 1990 sogar sehr erfolgreich an den Commonwealth-Games in Auckland teil. Er sprang für seine Mannschaft vom Einmeter- und Dreimeterbrett und vom Zehnmeterturm. 1992 brachte seine Leistung als Wasserspringer ihn zur Weltmeisterschaft. Dort konnte er sich den zwölften Platz sichern. Nach zwölf Jahren in der britischen Nationalmannschaft zog sich Statham aus seiner aktiven Sportlerkarriere zurück. 

Johnny Weissmüller

Er gilt als der unangefochtene Tarzan-Darsteller. Von 1932 bis 1948 kam keine Tarzan-Verfilmung an ihm vorbei und auch heute noch sind die Dschungel-Streifen mit dem Schauspieler, der 1904 in Österreich-Ungarn geboren wurde, absoluter Kult. 

Auch der Dschungelheld begann seine Karriere im Sport. Im Schwimmen über eine Distanz von 100 und 400 Metern Freistil und in der 4 x 200 Meter Freistil-Staffel trat er 1924 und 1928 sogar bei den Olympischen Spielen an und konnte insgesamt 5 Goldmedaillen erringen. Mehr als 50 Schwimmrekorde gehen auf das Konto des legendären Tarzan-Darstellers. 

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Quelle: @ Gadini (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Arnold Schwarzenegger

Er ist der Terminator. 1984 feierte in der Rolle des außerirdischen Cyborgs seinen Durchbruch. In den 80er und 90er Jahren war Schwarzenegger einer der begehrtesten Actionstars der Welt. 

Für seine Muskeln trainierte der gebürtige Österreicher schon als Jugendlicher. Im Alter von 18 Jahren feierte er als Gewichtheber Erfolge als Junioren-Staatsmeister. Anschließend fand er zum Bodybuilding und konnte in Amerika eine steile Karriere hinlegen. Sieben Mal wurde Schwarzenegger Mr. Olympia, einmal Mr. World, Mr. International und Mr. Europe und sogar viermal Mr. Universum. 

Bubba Smith

Der muskulöse und sympathische Polizist Moses Hightower war seine Paraderolle. Bubba Smith verkörperte den Sympathieträger der Chaostruppe in der „Police Academy“ in den Jahren 1984 bis 1989 insgesamt sieben Mal. Auch in ein paar anderen, wenn auch eher kleineren Rollen, war der Amerikaner zu sehen. 

Seine Karriere begann allerdings im American Football, und sie kann sich sehen lassen. Von 1967 bis 1976 spielte er für die Baltimore Colts, die Oakland Raiders und die Houston Oilers in der NFL. Im Jahr 1970 konnte er mit den Baltimore Colts sogar den Super Bowl holen. 

Carl Weathers 

Als Apollo Creed in den „Rocky“-Filmen I bis IV glänzte Carl Weathers neben Silvester Stallone als Box-Weltmeister und später auch als bester Freund des Hauptdarstellers. Auch in anderen Filmen, darunter „Predator“, „Happy Gilmore“ und „Little Nicky“ konnte der gebürtige Amerikaner sich Rollen ergattern. 

Der Beginn seiner Karriere liegt aber ebenfalls im Football. Carl Weathers war zwei Jahre lang in der NFL aktiv, und zwar für die Oakland Raiders. Anschließend spielte er noch für die BC Lions in der Canadian Football League. 1974 beendete Weathers seine aktive Sportlerkarriere und verlegte sich kurz darauf auf die Schauspielerei. 

Wenn das Lebenswerk eines Sportlers zum Filmstoff wird 

Manchmal ist es auch andersherum. Ein paar herausragende Sportler haben die Fangemeinde so begeistert, dass ihr Leben und ihre Leistungen verfilmt wurden. 

„42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende“ erzählt die Geschichte des weltberühmten Baseballspielers Jackie Robinson. Echte Publikumslieblinge sind auch die bildgewaltigen Streifen rund um den amerikanischen Snowboarder Travis Rice. In „The Fourth Phase“ (2016) begleitet ein Kamerateam den Profisportler über 26.000 Kilometer auf dem Wasser. Rice hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Wasserkreislauf der Erde auf dem Board nachzuverfolgen. Der Film überzeugte ein sportbegeistertes Publikum durch spektakuläre Bilder. Auch vorher war der Snowboarder bereits in Dokumentarfilmen zu sehen gewesen, 2011 in „The Art of Flight“ und 2008 in „That’s It, That’s All“. 

Für viel Begeisterung sorgten auch die Filme „Ip Man“ und „IP Man II“, die auf dem Leben des Kampfkünstlers und Großmeisters Yip Man basieren. Er war kein Geringerer als der Lehrmeister des Kampfkünstlers Bruce Lee. 

*Autorenprofil: 

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit unserem freien Autor René Cremer erstellt. René Cremer ist freier Sportjournalist und leidenschaftlicher Filmfan. Seit 7 Jahren schreibt er für verschiedene Sportportale und hat sich vor zwei Jahren auch im Genre der Filmrezensionen angesiedelt. Mit Hintergrundberichten zu Sportlerfilmen und Biografien aus dem Bereich Profisport schlägt er die Brücke zwischen seiner beruflichen Leidenschaft und seinem Hobby.