Wertanlage Pokémon: Diese Editionen erzielen Rekordpreise
Ein Ranking der 12 teuersten Pokémon-Spiele. Finde heraus, was deine alten Spiele wert sind, von lose über komplett bis neu und von Sammlern bewertet
Alte Pokémon-Spiele entwickeln sich für Sammler*innen zur echten Wertanlage und erzielen bei Auktionen teils Rekordpreise. Die Reihe ist mit über 515 Millionen verkauften Einheiten ein globales Phänomen, dessen ungebrochene Popularität die Nachfrage stetig antreibt. Während der Markt für Retro-Spiele boomt und das Angebot knapper wird, zahlen Liebhaber*innen für seltene Editionen in Top-Zustand Tausende von Euro, doch auch gängigere Titel sind oft Hunderte wert.
Basierend auf Daten von PriceCharting zeigen wir die 12 teuersten Pokémon-Spiele. Das Ranking orientiert sich am Preis für neue Spiele, enthält aber auch die aktuellen Werte für lose, komplette und professionell bewertete Exemplare, um einen umfassenden Überblick zu geben.
#12 Pokémon Silberne Edition „SoulSilver“ (Nintendo DS)
- Preis „Nur Spiel“: 122 Euro
- Preis „Komplett“: 181 Euro
- Preis „Neu“: 452 Euro
- Preis „Bewertet“: 1.722 Euro
Pokémon „HeartGold & SoulSilver“ (2010) zählen zu den begehrtesten Titeln der Reihe und werden von vielen Fans als die besten Pokémon-Remakes überhaupt angesehen. Als originalgetreue Neuauflagen der Spiele der zweiten Generation bieten sie ein riesiges Abenteuer. Die Besonderheit: Nach der Hauptstory in der Johto-Region können Spieler*innen in die aus den Vorgängern bekannte Kanto-Region zurückkehren. Dieser gewaltige Umfang, der das Spielerlebnis quasi verdoppelt, ist ein Hauptgrund für die enorme Beliebtheit der Titel. Die ungebrochene Nachfrage bei Sammler*innen macht die Spiele heute selten und treibt die Preise in die Höhe, was die hohen Summen für gut erhaltene oder neue Exemplare erklärt.
#11 Pokémon Goldene Edition „HeartGold“ (Nintendo DS)
- Preis „Nur Spiel“: 122 Euro
- Preis „Komplett“: 203 Euro
- Preis „Neu“: 589 Euro
- Preis „Bewertet“: 1.782 Euro
Die zweite Pokémon-Generation gilt bei vielen Fans bis heute als Höhepunkt der Serie. Die Ankündigung von Neuauflagen für den DS war daher keine Überraschung und wurde von entsprechend hohen Erwartungen begleitet.
Die Remakes enttäuschten nicht: Sie verkauften sich sogar besser als die Neuauflagen der ersten Generation für den Game Boy Advance. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg und heutigen Kultstatus war das beiliegende Zubehör, der „Pokéwalker“. Mit diesem Schrittzähler konnten Spieler*innen ihre Pokémon mit in die reale Welt nehmen. Dieses einzigartige Gesamtpaket aus beliebter Vorlage und innovativem Zubehör macht die Spiele zu begehrten und wertvollen Sammlerstücken.
#10 Pokémon „Puzzle Challenge“ (GameBoy Color)
- Preis „Nur Spiel“: 30 Euro
- Preis „Komplett“: 218 Euro
- Preis „Neu“: 593 Euro
- Preis „Bewertet“: 668 Euro
Neben den bekannten Hauptspielen erschienen auch zahlreiche Pokémon-Ableger, darunter Pokémon „Puzzle Challenge“ für den Game Boy Color. In diesem von Kritiker*innen gelobten Rätselspiel, das spielerisch an „Tetris Attack“ erinnert, tritt man mit Pikachu und anderen Pokémon der zweiten Generation an.
Der Grund für seinen heutigen hohen Sammlerwert liegt jedoch nicht im Kritikerlob, sondern schlicht in seiner Seltenheit. Im Gegensatz zu den millionenfach verkauften Haupttiteln wurden von diesem Ableger deutlich weniger Exemplare produziert. Diese geringe Auflage macht das Spiel heute zu einem schwer zu findenden und entsprechend teuren Sammlerstück.
#9 Pokémon XD: „Der Dunkle Sturm“ (Gamecube)
- Preis „Nur Spiel“: 117 Euro
- Preis „Komplett“: 175 Euro
- Preis „Neu“: 885 Euro
- Preis „Bewertet“: 1.490 Euro
Pokémon XD: „Der Dunkle Sturm“ erschien 2004 für den GameCube und führte das Konzept der „Schatten“-Pokémon ein. Abgesehen von dieser Neuerung konnte sich das Spiel jedoch kaum von anderen Titeln abheben und gilt bis heute als eines der kommerziell schwächsten der gesamten Reihe.
Paradoxerweise ist gerade dieser damalige Misserfolg der Grund für seinen heutigen Sammlerwert. Aufgrund der geringen Verkaufszahlen sind nur wenige Exemplare im Umlauf. Diese künstliche Verknappung sorgt dafür, dass das Spiel heute überraschend schwer zu finden und entsprechend teuer ist.
#8 Pokémon „Feuerrot“ (GameBoy Advance)
- Preis „Nur Spiel“: 100 Euro
- Preis „Komplett“: 311 Euro
- Preis „Neu“: 1.027 Euro
- Preis „Bewertet“: 2.629 Euro
Die erste Pokémon-Generation legte den Grundstein für ein globales Phänomen und machte Charaktere wie Pikachu und Glurak zu Ikonen der Popkultur. Angesichts dieses legendären Status war es nur eine Frage der Zeit, bis die Spiele für eine neue Generation von Spieler*innen neu aufgelegt wurden.
Den Anfang machten 2004 Pokémon „Feuerrot“ und „Blattgrün“ für den Game Boy Advance. Als die ersten Remakes der Seriengeschichte brachten sie die beliebten Originaltitel einem neuen Publikum und waren bei alten wie neuen Fans gleichermaßen erfolgreich.
#7 Pokémon „Kristall“ (GameBoy Color)
- Preis „Nur Spiel“: 143 Euro
- Preis „Komplett“: 745 Euro
- Preis „Neu“: 1.192 Euro
- Preis „Bewertet“: 3.856 Euro
Pokémon „Kristall“ folgte dem Vorbild von Pokémon Gelb und erschien als erweiterte Spezialedition zu den Spielen Gold und Silber. Obwohl das grundlegende Abenteuer dasselbe blieb, führte Kristall einige wegweisende Neuerungen ein, die die Serie nachhaltig prägen sollten.
Dazu zählten erstmals animierte Pokémon-Sprites im Kampf, der Kampfturm als neue Herausforderung für erfahrene Trainer*innen und die Möglichkeit, das Geschlecht der Spielfigur zu wählen. Zudem wurde die Handlung um eine erweiterte Story rund um das legendäre Pokémon Suicune ergänzt. Diese Verbesserungen machen Kristall für viele Fans zur definitiven Version der zweiten Generation.
#6 Pokémon „Gelbe Edition“ (GameBoy)
- Preis „Nur Spiel“: 60 Euro
- Preis „Komplett“: 360 Euro
- Preis „Neu“: 1.349 Euro
- Preis „Bewertet“: 4.600 Euro
Die Pokémon „Gelb-Edition“, in Europa im Jahr 2000 erschienen, war eine Spezialversion, die gezielt auf dem riesigen Erfolg des Animes aufbauen sollte. Dafür wurden Schlüsselelemente der Serie direkt in das Spielprinzip der ersten Generation integriert.
Das offensichtlichste Merkmal: Spieler*innen starten nicht mit Bisasam, Schiggy oder Glumanda, sondern erhalten, genau wie Ash Ketchum, ein Pikachu, das ihnen außerhalb des Pokéballs folgt. Zusätzlich treten mit Jessie, James und Mauzi die bekannten Antagonisten aus dem Anime auf.
Diese enge Verbindung zur Serie, kombiniert mit dem Alter von über zwei Jahrzehnten, macht Pokémon „Gelb“ heute zu einem besonders beliebten und wertvollen Sammlerstück.
#5 Pokémon „Rubin“ (GameBoy Advance)
- Preis „Nur Spiel“: 80 Euro
- Preis „Komplett“: 384 Euro
- Preis „Neu“: 1.355 Euro
- Preis „Bewertet“: 2.233 Euro
Mit Pokémon „Rubin“ und Saphir erlebte die Serie ihren ersten kommerziellen Dämpfer. Obwohl weltweit über 16 Millionen Exemplare verkauft wurden, lagen die Verkaufszahlen damit deutlich unter denen der Vorgängergenerationen.
Trotz dieses damaligen Rückgangs haben sich die Spiele der dritten Generation über die Jahre einen festen Platz in den Herzen der Fans erobert. Heute gelten sie als Klassiker und sind sowohl bei langjährigen Anhänger*innen der Reihe als auch bei Sammler*innen ungebrochen beliebt und entsprechend wertvoll.
#4 Pokémon „Stadium 2“ (N64)
- Preis „Nur Spiel“: 75 Euro
- Preis „Komplett“: 306 Euro
- Preis „Neu“: 1.664 Euro
- Preis „Bewertet“: 2.465 Euro
Während das erste Pokémon „Stadium“ ein großer kommerzieller Erfolg war und daher heute noch leicht zu finden ist, gestaltet sich die Suche nach seinem Nachfolger deutlich schwieriger.
Die Gründe für die Seltenheit von Pokémon „Stadium 2“ sind einfach: Das Spiel erschien sehr spät im Lebenszyklus des N64 und bot außer der Kompatibilität mit den Spielen der zweiten Generation kaum nennenswerte Neuerungen. Dies führte zu geringeren Verkaufs- und Produktionszahlen.
Genau diese daraus resultierende Knappheit ist es, die Pokémon „Stadium 2“ heute zu einem überraschend gefragten und wertvollen Titel für Sammler*innen macht.
#3 Pokémon „Smaragd“ (GameBoy Advance)
- Preis „Nur Spiel“: 190 Euro
- Preis „Komplett“: 563 Euro
- Preis „Neu“: 1.938 Euro
- Preis „Bewertet“: 4.382 Euro
Pokémon „Smaragd“ gilt als die definitive Version der dritten Generation und als eine der besten Spezialeditionen der gesamten Serie. Das Spiel erweiterte die Welt von „Rubin“ und „Saphir“ um neue Gebiete, zusätzliche Story-Inhalte und vor allem die legendäre „Kampfzone“, eine riesige Herausforderung für erfahrene Spieler*innen.
Zudem bot es die Möglichkeit, zahlreiche weitere legendäre Pokémon zu fangen. Viele davon waren jedoch an zeitlich begrenzte Events gebunden, die heute nicht mehr verfügbar sind. Diese Mischung aus Nostalgie, einem enormen Spielumfang und der Seltenheit von wirklich vollständigen Exemplaren ist der Grund, warum Sammler*innen bereit sind, für dieses Spiel hohe Summen zu zahlen.
#2 Pokémon Box (GameCube)
- Preis „Nur Spiel“: 1.233 Euro
- Preis „Komplett“: 2.044 Euro
- Preis „Neu“: 2.502 Euro
- Preis „Bewertet“: 7.012 Euro
Mit dem Start der dritten Pokémon-Generation auf dem Game Boy Advance stießen viele engagierte Spieler*innen an die Grenzen der internen Speichermöglichkeiten. Die bisherige Lösung, Pokémon „Stadium“ für das N64, war veraltet und unterstützte die neuen Spiele nicht.
Als Antwort auf dieses Problem veröffentlichte Nintendo Pokémon Box: „Rubin & Saphir“ für den GameCube. Dieses Programm war im Grunde ein reines Massenspeichersystem: Es erlaubte Spieler*innen, bis zu 1.500 Pokémon von ihren GBA-Editionen auf einer GameCube Memory Card zu sichern und zu organisieren. Damit war es der direkte Vorläufer der heutigen Cloud-Dienste wie Pokémon HOME.
#1 Pokémon Rot (Game Boy)
- Preis „Nur Spiel“: 55 Euro
- Preis „Komplett“: 302 Euro
- Preis „Neu“: 2.980 Euro
- Preis „Bewertet“: 6.771 Euro
Obwohl die erste Generation der Pokémon-Spiele weltweit über 30 Millionen Mal verkauft wurde, gelten sie heute als wertvolle Sammlerstücke. Dieser scheinbare Widerspruch klärt sich schnell auf, wenn man zwischen losen Spielmodulen und vollständigen Exemplaren unterscheidet.
Der Grund liegt in der Verpackung: Die damaligen Game Boy-Spiele wurden in fragilen Pappschachteln ausgeliefert, die nur selten die Jahrzehnte unbeschadet überstanden oder von Kindern oft direkt entsorgt wurden.
Während lose Spielmodule daher noch relativ häufig zu finden sind, ist ein komplettes Set in gutem Zustand – mit Originalverpackung und Anleitung – extrem selten. Genau diese vollständig erhaltenen Versionen erzielen bei Sammler*innen heute Höchstpreise.