Vor Tinder gab es 80er Jahre Video-Dating

Wir würden gerne lachen, wir würden gerne weinen, wir würden definitiv nach links wischen

Du bist Single, seit Jahren bei Tinder, Lovoo und Co. und es will trotzdem nicht klappen mit der großen Liebe? Wir haben die Lösung. Also hätten theoretisch die Lösung gehabt, wenn du in den 80ern dein Herzblatt gesucht hättest. Denn damals gab es kein Online-, sondern Video-Dating. Wer meinte noch mal, früher sei alles besser gewesen? Diese Kandidaten beweisen das Gegenteil:

Angefangen mit ... "Hi, mein Name ist Monroe. Dir ist wahrscheinlich schon aufgefallen, dass ich unglaublich blaue Augen habe." Monroe, der alte Charmeur. Deshalb hat er also den blauen Hintergrund gewählt. Falls euch Monroes blaue Augen und die unauffällige Selbstbeweihräucherung nicht ansprechen, hätten wir aber auch andere Kandidaten im Angebot:

Da wäre zum Beispiel Maurice, Führungskraft bei Tag und wilder Mann bei Nacht. Yep, hat er echt gesagt, sowas könnten nicht einmal wir uns ausdenken. 

Oder Phil, der nicht müde wird zu erwähnen, dass die meisten seiner Freunde ihn 'Big Phil' nennen. Keine Ahnung, worauf die anspielen, Phil sieht aus wie einer, der sich erschrickt, wenn um 12 Uhr mittags die Kirchenglocken läuten.

Zum Glück gibt es unter den Kandidaten aber auch echtes Boyfriend-Material:

Bei Wikinger Fred schmilzt sogar unser kaltes Herz. Und, ganz ehrlich, das Kostüm verzeihen wir ihm, denn wenigstens bringt er keine peinliche Catchphrase ins Spiel.

Maurice versucht uns trotzdem noch von sich zu überzeugen: Der wilde Mann bei Nacht erläutert uns in einer verwirrenden Verstrickung von Sätzen, dass er keine Angst davor hat, Sand auf seinen Anzug zu bekommen, wenn wir uns im Gegenzug nicht daran stören, dass unser Haar vom Winde verweht wird, wenn er das Dach (seines Autos?) herunterlässt. What what what? Ist das alles ne zweideutige Anspielung? Wir verstehen sie jedenfalls nicht. 

Das hier ist übrigens Steven, der nach einem "trendy girl" mit einfachem Lächeln sucht. Diese Ansprüche sind so schwierig, dass er sie sich auf einem Blatt Papier hat notieren müssen, um sie abzulesen. Aber egal, Steven wäre eh nichts für uns, unser Lächeln ist zu kompliziert für ihn. 

Dieser Pete Wentz-Verschnitt hier weiß nicht, was er will, aber wenigstens was er nicht will. Hätte er doch lieber die Klappe gehalten. "Ich will kein dickes, übergroßes Monster, das die ganze Zeit nur ans Essen denkt." Wenn wir ihm so zuhören, denken wir nicht ans Essen, wohl aber ans Kotzen. 

Dann lieber er hier:

"Ich suche eine Göttin. Bist du eine Göttin? Wer ist eine Göttin? Eine Göttin ist eine Frau, ist jede Frau, sind alle Frauen." Und Goethe so: Nice, das copy ich!

Weniger poetisch, aber auch nicht von dieser Welt:

"Es macht mir Spaß, Spaß zu haben, ja." Und da soll mal noch mal jemand behaupten, Männer könnten sich uns emotional nicht öffnen. Tiefgründiger geht es ja wohl kaum!

Das ist übrigens auch das Fazit der meisten Kandidaten: Sie alle suchen jemanden, mit dem sie Spaß haben können. Nur schade, dass sie selbst in etwa so spannend klingen, wie frischer Farbe beim Trocknen zuzusehen.

Aber wir haben lange genug gelästert: Sieh dir das Video in seiner gesamten Länge einfach auf der nächsten Seite an!

Dann doch lieber zurück zu Tinder, oder?