Eurovision Song Contest 2026: Start, Moderatoren und Kandidaten im Überblick
Wien lädt zum Jubiläums-Spektakel! Der 70. Eurovision Song Contest findet vom 12. bis 16. Mai 2026 in der legendären Wiener Stadthalle statt.
Der Eurovision Song Contest 2026 verspricht auch in diesem Jahr wieder ein spektakuläres Musikereignis mit Millionen von Zuschauer*innen weltweit zu werden. Wann der Wettbewerb startet, wer als Moderator*innen durch die Shows führt und welche Kandidat*innen um den Sieg kämpfen, erfährst du hier.
So schätzt Jan Böhmermann die Siegchancen von Sarah Engels ein
Welche Chancen rechnet sich Sarah Engels für den Eurovision Song Contest am 16. Mai aus? Wenn es nach Jan Böhmermann geht, sollte die Kölnerin ihre Erwartungen für das Finale in Wien lieber herunterschrauben. Der Satiriker wird den Wettbewerb in diesem Jahr gemeinsam mit Olli Schulz für einen österreichischen Radiosender moderieren und hielt sich mit seiner Einschätzung im gemeinsamen Podcast „Fest & Flauschig“ Ende März 2026 nicht zurück.
Die Vorstellung der Sängerin geriet dabei gewohnt bissig: Böhmermann stellte Engels zunächst als „die Ex von Pietro Lombardi“ vor, bevor er ihre Rolle als „Moulin Rouge“-Hauptdarstellerin erwähnte. „Freu ich mich total. Also eigentlich eine ganz gute Wahl.“ Für ihren Song „Fire“ fand er jedoch eher verhaltene Worte: „Es ist ein stabiler Song, es ist besser als die letzten Jahre. Ich gönn Sarah Engels nur das Beste. Ich bin trotzdem wieder für Österreich“, meint Böhmermann. Denn einen Platz an der Spitze scheint für ihn außer Reichweite: „Nichts gegen Sarah Engels und so, ich glaube Deutschland kommt nicht auf die linke Seite. Also auf die linke Seite des Punktetableaus.“ Diese Prognose teilt auch sein Partner Olli Schulz.
ESC-Prognose: So schlecht stehen die Chancen für Sarah Engels
Für Sarah Engels und ihren Song „Fire“ stehen die Vorzeichen für den Eurovision Song Contest in Wien alles andere als gut. Schenkt man der Datenanalyse von „The Model“ Glauben, steuert Deutschland am 16. Mai auf ein regelrechtes Debakel zu. Das Analyse-Programm des ESC-Experten James Stephenson, der bereits seit 2024 Gewinnchancen mathematisch berechnet, prophezeit einen miesen Ausgang für Deutschland. Laut der Hochrechnung landet Sarah Engels im großen Finale auf dem enttäuschenden 24. von 25 Plätzen. Die Punkteausbeute fällt dabei extrem mager aus:
- Jury-Stimmen: 5 Punkte
- Zuschauer-Voting: 6 Punkte
- Gesamt: 11 Punkte
Einziger Trost für Deutschland: Dem Gastgeber Österreich droht mit Cosmó laut Prognose sogar eine Null-Punkte-Blamage. Als Favoriten gelten indes Schweden (407 Punkte), Frankreich und Finnland. Doch Sarah Engels kann hoffen, denn das Programm lag schon oft daneben. Letztes Jahr sagte es fälschlich einen Sieg Schwedens voraus – am Ende triumphierte jedoch überraschend Österreich vor Israel, während die Schweden auf Platz vier durchreichten.
Wirbel um rumänischen ESC-Song „Choke me“
Der ESC 2026 sorgt schon vor dem Finale für Diskussionen – diesmal wegen des rumänischen Beitrags „Choke me“ (auf Deutsch: „Würg mich“) von Alexandra Căpitănescu. Kritiker*innen werfen dem Lied vor, riskante S*xualpraktiken zu verharmlosen. Eine Rechtsprofessorin warnte laut The Guardian, die Botschaft könne „als eine alarmierende Missachtung der Gesundheit und des Wohlbefindens junger Frauen“ verstanden werden. Die Sängerin hingegen verteidigt ihr Werk auf Instagram: „Ich respektiere jede Meinung, aber ich glaube auch fest an die Freiheit, komplexe Gefühle durch Kunst auszudrücken.“ Sie erklärt weiter: „Dieses Lied spiegelt die Schwere bestimmter emotionaler Kämpfe und den Weg zur Rückgewinnung der eigenen Stimme und Selbstbestimmung wider.“ Alexandra betont außerdem, dass es eher als Metapher für Selbstzweifel gedacht sei, nicht als s*xuelle Anspielung. Ob „Choke me“ in dieser Form beim ESC in Wien performt wird, ist noch offen. Die Diskussion zeigt: Der Song polarisiert und bleibt ein heißes Thema.
Hazel Bruggers neuer Look wird zum Tuschelthema des ESC-Vorentscheids
Beim deutschen ESC-Vorentscheid in Berlin war es am Freitagabend (27.02.2026) nicht nur die Wahl des Beitrags für Wien, die für Aufsehen sorgte, sondern vor allem der überraschende Auftritt von Hazel Brugger. Die Schweizer Komikerin moderierte zum ersten Mal an der Seite von Barbara Schöneberger und präsentierte sich dem Millionenpublikum in der ARD mit einer radikalen Typveränderung.
Ihre Haare waren streng aus dem Gesicht gegelt und platinblond gefärbt, was in Kombination mit einem schwarzen Oversize-Anzug sehr ungewohnt aussah. Die optische Wandlung löste in den sozialen Netzwerken sofort kontroverse Diskussionen aus. Vor allem auf der Plattform X war die Resonanz distanziert; viele Zuschauer zeigten sich von dem kühlen Platin-Look wenig überzeugt und kritisierten das Styling als unvorteilhaft: „Oh mein Gott, was hat Hazel nur mit ihren Haaren gemacht? Schrecklich!“, ein anderer schreibt: „Das helle Blond steht ihr gar nicht“
ESC 2026: Sarah Engels löst Ticket nach Wien – das Netz reagiert gespalten
Nach einem über dreistündigen ARD-Marathon in Berlin herrscht seit Anfang März 2026 Gewissheit: Sarah Engels vertritt Deutschland beim 70. Eurovision Song Contest. Mit ihrem Song „Fire“ setzte sich die 33-Jährige im Telefonvoting gegen die Favoriten Wavvyboi und Molly Sue durch. Während Moderatorin Hazel Brugger die Siegerin mit den Worten „Sarah, komm, Deutschland braucht dich“ euphorisch zurück auf die Bühne holte, schlug ihr in den sozialen Netzwerken eine Welle der Skepsis entgegen. Viele Fans kritisierten die mangelnde Originalität des Beitrags und zogen bittere Vergleiche zum zyprischen Hit „Fuego“. Kommentare auf Instagram wie „Glückwunsch zum letzten Platz“ oder „Endlich werden wir uns die 0 Punkte mal wieder so richtig verdienen“ dominierten die Diskussionen.
Was hält Pietro Lombardi von Sarah Engels ESC-Teilnahme?
Pietro Lombardi und Sarah Engels lernten sich 2011 bei „Deutschland sucht den Superstar“ kennen und wurden ein Paar. Er belegte Platz 1, sie wurde die Zweite. Zwei Jahre später wurde geheiratet, 2015 kam der gemeinsame Sohn Alessio zur Welt. Im Jahr 2016 war dann alles vorbei und das Paar trennte sich. Die beiden zofften sich auch immer wieder öffentlich, wenn es um die gemeinsame Erziehung ihres Sohnes ging. In einem Interview mit RTL erklärte Pietro Lombardi im März 2026, dass er Sarah Engels „nichts Schlechtes“ für ihren Auftritt wünsche. Mehr noch: Lombardi freut sich für seine Ex-Partnerin. „Sie hat eine gute Stimme, das kann man nicht kleinreden. Das ist super, dass sie da mitmachen kann.“ Die Musikerin solle laut Pietro Lombardi beim ESC „einfach ihr Ding machen“, alles andere liege in der Hand der Zuschauer*innen.
Experten kritisieren Sarah Engels’ Siegertitel als „20 Jahre zu spät“
Im Podcast „ESC Update“ warnen die Journalisten Thomas Mohr und Marcel Strober vor einem erneuten Debakel. Laut Mohr ist der Song schlichtweg „vorhersehbar und nicht sonderlich originell“, wobei er spottet, dass Deutschland damit „vielleicht auch tatsächlich einige Jahre zu spät“ komme – vor zwei Jahrzehnten wäre die Begeisterung größer gewesen. Marcel Strober warnt davor, den Beitrag nur deshalb als neu zu verkaufen, weil Deutschland so etwas noch nie geschickt hat, während es international längst „ein bisschen häufiger und vielleicht auch ein bisschen frischer“ zu sehen war.
Einziger Lichtblick bleibt Sarahs Professionalität: Die Experten schwärmen von ihrem „Star-Appeal“ und ihrer Souveränität, da bei ihrem Auftritt am wenigsten „Angstschweiß zu riechen war“. Trotz der musikalischen Skepsis sind sie überzeugt, dass Sarah als erfahrener Profi auf dem roten Teppich und in Interviews „immer eine gute Figur abgeben“ wird. Ob ihr Charisma jedoch ausreicht, um die mangelnde Originalität des Songs beim Finale im Mai wettzumachen, bleibt die große Preisfrage für Wien.
ESC 2026 in Wien: Termin, Budget und neue Regeln
Der 70. Eurovision Song Contest wird vom 12. bis 16. Mai 2026 unter dem Motto „United by Music“ in der Wiener Stadthalle stattfinden. Möglich macht das der Sieg von JJ mit dem Song „Wasted Love“ beim Eurovision Song Contest 2025. Für Wien ist es nach 1967 und 2015 die dritte Austragung des Wettbewerbs.
Die Stadt plant für den ESC 2026 ein Budget von maximal 22,6 Millionen Euro, rund 5,6 Millionen Euro mehr als bei der letzten Ausrichtung 2015.
Auch bei den Abstimmungsregeln gibt es Änderungen: Erstmals seit 2022 stimmen die Jurys wieder in den Halbfinalen mit ab. Zudem steigt die Zahl der Juror*innen pro Land von fünf auf sieben. Zwei Mitglieder*innen müssen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein. Die möglichen Berufsgruppen werden erweitert und künftig können auch Musikjournalist*innen, -kritiker*innen, -lehrer*innen oder Choreograf*innen Teil der Jury sein.
Zuschauer*innen dürfen statt bisher 20 nur noch maximal 10 Stimmen abgeben. Außerdem führt die EBU ein neues Sicherheitssystem ein, das gezieltes oder auffälliges Abstimmungsverhalten erkennen und verhindern soll.
Victoria Swarovski und Michael Ostrowski moderieren den ESC 2026
Victoria Swarovski und Michael Ostrowski führen durch den Eurovision Song Contest 2026 in der Wiener Stadthalle. Damit endete Anfang 2026 die monatelange Spekulation um das Moderationsduo. Sie treten die Nachfolge von Hazel Brugger, Sandra Studer und Michelle Hunziker an, die zuletzt durch die Liveshows in Basel führten.
Swarovski ist vielen als Sängerin, Model und TV-Moderatorin bekannt. Sie stand bereits für Formate wie „Let’s Dance“ und „Das Supertalent“ vor der Kamera und bringt viel Live-Erfahrung mit. Ostrowski ist seit Jahrzehnten als Schauspieler, Autor und Moderator aktiv. Er moderiert unter anderem den FM4-Protestsongcontest und wurde für seine Arbeit bereits mit einer Romy ausgezeichnet.
Rekordtief beim ESC 2026: Nur 35 Länder dabei
Beim Eurovision Song Contest 2026 werden dieses Jahr nur 35 Länder teilnehmen – so wenige wie seit Einführung der Halbfinale 2004 nicht mehr. Grund für das Rekordtief sind vor allem die Rückzüge mehrerer Länder wegen der Teilnahme Israels: Irland, Island, die Niederlande, Slowenien und Spanien nehmen deswegen dieses Jahr nicht am Wettbewerb teil.
- Irland verzichtet erstmals seit 2002 auf Teilnahme und Ausstrahlung.
- Island zieht sich zum ersten Mal freiwillig zurück, will den ESC aber übertragen.
- Die Niederlande sind erstmals seit 2002 nicht dabei, die Sendung wird aber von NOS und NTR gezeigt.
- Slowenien verzichtet erstmals seit 2000 auf Teilnahme, eine Ausstrahlung ist nicht vorgesehen.
- Spanien bleibt erstmals seit 1961 fern und strahlt den ESC nicht aus.
Gleichzeitig kehren Bulgarien (seit 2022 pausiert), Rumänien (seit 2023) und Moldau (seit 2024) wieder zurück. Da Spanien als Big-Five-Mitglied fehlt, treten im Finale nur 25 Länder an – ein seltener Ausnahmefall.
Cosmó singt für Österreich
In Wien fiel die erste Entscheidung für den Eurovision Song Contest 2026: Der 19-jährige Cosmó setzte sich in der ORF-Show „Vienna Calling“ gegen elf Konkurrent*innen durch und wird Österreich im großen Finale in der Wiener Stadthalle vertreten. Mit seiner Elektro-Tanznummer „Tanzschein“ vereinte Cosmó die Mehrheit der Stimmen von Publikum und Jury auf sich. Cosmó, geboren in Budapest mit ungarischer Mutter und deutschem Vater, nahm den Sieg sogar ein bisschen humorvoll: „Ich sehe es als zweiten Zivildienst. Der erste war bei der Caritas, dieser hier ist wohl noch krasser“, sagte er nach der Show im Interview. Den Song widmete er seiner Mutter und berichtete: „Wir haben schon in der Küche dazu getanzt.“
ESC-Vorentscheid 2026: Wer singt für Deutschland in Wien?
Wer Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026 vertritt, wird beim ESC-Vorentscheid am 28. Februar in Berlin entschieden. Anders als 2025 gibt es 2026 nur eine einzige Live-Show, die um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Wer nicht live dabei sein kann, kann das Finale auch online in der ARD-Mediathek verfolgen. Moderatorinnen sind erneut Barbara Schöneberger und Hazel Brugger, die das Finale gemeinsam durch die Show führen und auch Carolin Kebekus soll mit dabei sein. Die neun Acts, die sich durch mehrere Songwriting-Camps und Vorausscheidungen gekämpft haben, treten live auf und präsentieren ihre ESC-Songs. Zunächst bewertet eine internationale Jury aus Expert*innen und aus 20 ESC-Ländern die Songs und kürt drei Favorit*innen. Danach entscheidet das Publikum per Voting, wer das Ticket nach Wien erhält. Einige bekannte Gesichter sind beim ESC-Vorentscheid bereits vertreten. Sarah Engels ist bereits eine fest etablierte Größe in der deutschen Musiklandschaft und hatte eine Nebenrolle beim „Traumschiff“ und war bei „Schlag den Star“ dabei. Malou Lovis war bereits Voract der Band Tokio Hotel.
Teilnehmer*innen und Songs im Finale:
- BELA – „Herz“
- Dreamboys The Band – „Jeanie“
- Laura Nahr – „Wonderland“
- Malou Lovis – „When I’m with you“ (bereits Voract bei Tokio Hotel)
- Molly Sue – „Optimist (Ha Ha Ha)“
- MYLE – „A OK“
- Ragazzki – „ciao ragazzki“
- Sarah Engels – „Fire“
- Wavvyboi – „black glitter“
Wie reagieren die ESC-Fans auf die Vorauswahl?
Deutschland ist beim ESC ein gebranntes Kind: Da das Image des ewigen Letztplatzierten tief sitzt, grenzen Top-10-Platzierungen für viele Fans bereits an ein Wunder. Entsprechend skeptisch fällt das Echo auf die diesjährige Vorauswahl aus. Während einige User*innen ihre Favorit*innen, wie Sarah Engels unterstützen, dominiert in den sozialen Netzwerken der Pessimismus. Kritiker*innen kommentieren etwa: „Kann schon nichts werden. ‚Baller‘ war einfach geiler als alle Songs zusammen und dennoch nicht ansatzweise in den Top 10“ oder fordern drastisch: „Können wir ESC nicht einfach lassen bitte“. Die Erwartungshaltung bleibt am Boden, wie Reaktionen wie „Germany zero points“ oder „Wird auch jedes Jahr schlimmer“ verdeutlichen.
Ragazzki-Star Marti Fischer über dunkle Zeiten
Gut gelaunt und immer für einen Scherz zu haben – so kennt man Marti Fischer, der mit Ragazzki beim ESC antreten will. Doch abseits der Bühne lief es bei ihm nicht immer rund.
In der zweiten Staffel der YouTube-Doku „Nach dem Applaus“ erzählte er, dass er vor rund acht Jahren in eine richtig schwere Phase geraten sei. „Ich hatte auf einmal kaum noch Geld, mein Konto wurde gepfändet“, erzählt Fischer. „Das war der Moment, vor dem ich mich immer gefürchtet habe.“ Es folgten weitere Pfändungen und Mahnungen, die er irgendwann nicht mehr öffnen konnte. In dieser Zeit suchte er kurzzeitig Trost im Alkohol. „Ich habe viel getrunken. Ich war wirklich Alkoholiker – jetzt bin ich trocken.“ Der Ausweg kam dann schließlich über seinen heutigen Manager, der ihm half, wieder Struktur in sein Leben zu bringen. „Er hat mir gezeigt, wie ich Ruhe reinbekomme und meine Kreativität nutzen kann. Musik und Quatsch sind das, was ich am besten kann.“