Deutsche Moderatoren, die zu Karrierebeginn ganz anders aussahen
Sie sind die bekanntesten Moderatoren der deutschen Fernsehlandschaft, doch kaum einer erinnert sich, wie sie eigentlich früher ausgesehen haben!
Ob in großen Samstagabend-Shows oder in den täglichen Nachrichten – deutsche Moderator*innen begleiten uns oft über Jahrzehnte hinweg und werden zu vertrauten Gesichtern in unseren Wohnzimmern. Doch wer heute, im Jahr 2026, auf die Anfänge ihrer Karrieren zurückblickt, muss oft zweimal hinschauen, um die TV-Größen wiederzuerkennen.
#1 Rudi Cerne
Wer heute an Rudi Cerne denkt, hat sofort „Aktenzeichen XY… ungelöst“ vor Augen. Seit 2002 führt er nun schon durch die Fahndungssendung und ist 2026 aus dem ZDF-Programm gar nicht mehr wegzudenken – immer perfekt gestylt, mit korrektem Seitenscheitel und mittlerweile grauen Haaren. Doch kaum zu glauben, dass er früher mal eine riesige Mähne auf dem Kopf hatte. In den 80ern, als er noch als Eiskunstläufer über das Eis fegte, trug er eine extrem füllige, dunkle Haarpracht, die ihm fast bis in die Augen fiel. Sein Look war damals viel wilder und dynamischer, als man es heute von dem gesetzten Journalisten gewohnt ist.
#2 Thore Schölermann
Thore Schölermanns Weg in die Öffentlichkeit begann 2006 mit einer Ausbildung an der Mallorca Film Academy, die ihm direkt die Tür zur ARD-Soap „Verbotene Liebe“ öffnete. Als Christian Mann wurde er dort Teil eines der bekanntesten TV-Paare Deutschlands und erlangte in über 1.500 Folgen Kultstatus. 2012 wechselte er erfolgreich in die Moderation und prägte über ein Jahrzehnt lang Formate wie „taff“ sowie die Erfolgsshows „The Voice of Germany“ und „The Voice Kids“.
Nach fast 14 Jahren im Rampenlicht verkündete er 2026 seinen Abschied von der „The Voice“-Bühne, um mehr Zeit für seine Frau Jana und die beiden gemeinsamen Kinder zu haben. Gegenüber der Bild erklärte er diesen Schritt emotional: „Es ist wie bei einer guten Party und immer schwer, den richtigen Moment zum Nachhausegehen zu finden, weil man einfach so viel Spaß hat. Ich fühle aber, dass der richtige Moment genau jetzt ist.“ Er betonte, dass Zeit kostbar sei und er Dinge nur mit „vollem Herzblut“ mache: „Es war ein Traumjob.“ Auch wenn er dabei „das ein oder andere Tränchen vergossen“ habe, steht die Familie nun an erster Stelle.
Ganz weg vom Fenster ist er jedoch nicht: Ab dem 25. April 2026 moderiert er auf ProSieben die neue Show „Staying Alive – Stars singen mit Legenden“. Parallel dazu priorisiert er sein Familienleben als Franchisenehmer der drei Aachener McDonald’s-Filialen.
#3 Constantin Schreiber
Acht Jahre lang war Constantin Schreiber Sprecher der „Tagesschau“. Doch sein Weg in die erste Riege des deutschen Journalismus begann weit weg von den Hamburger Studios. Auf Instagram gewährt er im März 2026 einen seltenen Einblick in das Kapitel, das den Grundstein für seine Karriere legte. Ein Foto zeigt ihn mit blond gefärbten Haaren, die ihm tief in die Stirn fallen. „Vor genau 20 Jahren bin ich nach Dubai gezogen“, schreibt er rückblickend. Zu diesem Zeitpunkt war die Region noch nicht der Schauplatz für Influencer und Promis, den wir heute kennen. „Damals gab es dort nur Sand zu sehen und die Stadt ging abrupt in die Wüste über“, so Schreiber. Er begann also als Korrespondent aus Dubai, bevor er als Nahost-Experte für Sender wie n-tv bundesweite Bekanntheit erlangte. Für seine journalistische Vermittlungsarbeit zwischen den Kulturen wurde er unter anderem mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Constantin Schreiber heute
Seinen endgültigen Durchbruch im Mainstream feierte er 2017 mit dem Wechsel zur ARD. Dort stieg er schnell auf und wurde 2021 festes Mitglied des Sprecherteams der 20-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“. Über Jahre hinweg war er das Gesicht, das Millionen Menschen durch die Krisen der Welt leitete. Heute hat sich Schreiber zwar aus der täglichen Routine der Hauptnachrichten zurückgezogen, ist aber noch immer präsent. Er hat sich als Bestseller-Autor (u.a. „Inside Islam“, „Die Kandidatin“) einen Namen gemacht und stößt mit seinen Büchern regelmäßig gesellschaftliche Debatten an. Zudem engagiert er sich mit seiner Stiftung „Tolerance and Humanity“ für den interkulturellen Dialog. Sein Privatleben hält der Moderator der Öffentlichkeit fern. Es ist allerdings bekannt, dass er verheiratet und Vater von zwei Kindern ist.
#4 Kai Pflaume
Mittlerweile kennen wir Kai Pflaume als den extrem fitten Sympathieträger, der gefühlt jedes Wochenende einen Marathon läuft und auch 2026 immer noch wie das blühende Leben aussieht. Sein Stil ist modern, oft sportlich-lässig mit Sneakern und absolut am Puls der Zeit – nicht zuletzt durch seine riesige Präsenz auf YouTube und Social Media. Doch wer sich an seine Anfänge bei „Nur die Liebe zählt“ Anfang der 90er-Jahre erinnert, weiß: Das war optisch eine ganz andere Welt. Damals kam Kai Pflaume im typischen Look der Neunziger daher: Die Sakkos waren viel zu weit geschnitten und die Krawatten oft bunt gemustert. Sein Markenzeichen war damals ein sehr braver, akkurater Kurzhaarschnitt und ein Gesicht, das noch deutlich jungenhafter wirkte. Er sah damals wirklich aus wie der klassische „Schwiegersohn der Nation.“
#5 Matthias Opdenhövel
Ob „The Masked Singer“ oder die Bundesliga-Berichterstattung – Matthias Opdenhövel ist einer der gefragtesten Allrounder im deutschen TV. Er steht für einen extrem souveränen, fast schon glatten Look: meistens im perfekt sitzenden, schmal geschnittenen Anzug, die Haare akkurat kurz und modern gestylt. Doch wer seine Anfänge in den 90er-Jahren kennt, weiß, dass er damals das komplette Gegenteil verkörperte. Als er 1993 beim Musiksender VIVA startete, war er der Inbegriff des flippigen Musik-Moderators. Damals trug er die Haare deutlich länger und wuscheliger, oft in Kombination mit schrillen Hemden oder den typischen, viel zu weiten Pullovern der Techno-Ära. Auch zu Beginn seiner Zeit bei „Schlag den Raab“ im Jahr 2006 wirkte er noch deutlich jungenhafter.
#6 Markus Lanz
In seiner Talkshow wirkt Markus Lanz mittlerweile wie der Inbegriff des intellektuellen Weltbürgers: dunkle, maßgeschneiderte Anzüge, die Haare perfekt in Form und ein extrem durchtrainierter, fast schon drahtiger Look. Doch blickt man zurück auf seine Anfänge bei RTL, ist die Verwandlung fast schon ein Schock. Als er 1998 das Boulevardmagazin „Explosiv“ übernahm, war Lanz noch der Inbegriff des späten 90er-Jahre-Charmes. Er trug die Haare damals deutlich länger, oft mit viel Gel nach hinten gestylt und mit blondierten Strähnchen aufgepeppt. Seine Sakkos waren noch mehrere Nummern zu groß und wirkten im Vergleich zu seinem heutigen Stil fast schon verkleidet.
#7 Jörg Pilawa
Jörg Pilawa ist der unangefochtene „Quiz-Onkel“ des deutschen Fernsehens. Er wirkt heute wie der Prototyp des entspannten Moderators: graues Haar, meist ein freundliches Lächeln im Gesicht und ein Stil, der zwischen schickem Sakko und lässigem Freizeit-Look pendelt. Doch wer in die 90er-Jahre zurückblickt, sieht einen ganz anderen Typen. Als er 1994 bei ProSieben mit der Show „2 gegen 2“ startete und später das Sat.1-Magazin „ran“ sowie seine eigene Talkshow moderierte, war er der Inbegriff des jungen, dynamischen Sunnyboys. Damals trug er seine Haare deutlich dunkler und vor allem viel wuscheliger. Auch seine Outfits waren damals weitaus experimenteller und weniger klassisch als heute.
#8 Stefan Raab
Stefan Raab nach seinem spektakulären Comeback 2024 wieder in aller Munde. Die Haare sind mittlerweile raspelkurz, das weiße Gebiss blitzt bei jedem Grinsen hervor und die markante Brille von früher ist längst Geschichte. Doch blickt man auf sein TV-Debüt 1993 beim Musiksender VIVA zurück, erkennt man den Entertainer kaum wieder. Er trug eine riesige, dunkle Hornbrille, die Haare waren deutlich länger und lockiger. In Kombination mit bunten Hemden und einer fast schon aggressiven Fröhlichkeit wirkte er eher wie ein flippiger Student. Erst mit dem Start von „TV total“ 1999 verschwand die Brille und der bekannte, minimalistische Look entstand.
#9 Günther Jauch
Günther Jauch ist eine absolute Konstante im deutschen Fernsehen. Bei „Wer wird Millionär?“ kennt man ihn nur im klassischen, dunklen Anzug mit dezenter Krawatte: seriös, fast schon zeitlos. Aber wer erinnert sich noch an den Jauch der 80er-Jahre? In seinen Anfangstagen beim Bayerischen Rundfunk und später an der Seite von Thomas Gottschalk in der „B3-Radioshow“ war er modisch viel mutiger unterwegs. Damals trug er die Haare oft als lockigen Wuschelkopf und verzichtete komplett auf die heute so vertraute Brille. Statt schlichter Anzüge sah man ihn in ausgefallenen Strickpullovern oder Hemden mit riesigen Kragen.
#10 Johannes B. Kerner
Ob bei großen Galas oder Sport-Events, Johannes B. Kerner sieht man meist mit Kurzhaarfrisur und in sehr edlen Outfits. Das war jedoch nicht immer so. Als er Anfang der 90er-Jahre zum Fußball-Magazin „ran“ auf Sat.1 kam, war er der „blonde Engel“ der Sportberichterstattung. Kerner trug seine Haare damals deutlich länger und oft als wilden, blonden Wuschelkopf. In seinen weiten Jeansjacken oder den legendären, bunten „ran“-Sakkos wirkte er viel mehr wie ein Fan, der gerade aus dem Stadion kommt, als wie der heutige Medien-Profi.
#11 Oliver Welke
Heutzutage kennen wir Oliver Welke vor allem als den messerscharfen Satiriker der „heute-show“, der 2026 meist im dunklen Anzug hinter seinem Pult sitzt. Sein Look ist professionell und unaufgeregt. Wer jedoch in die späten 90er zurückschaut, sieht einen ganz anderen „Olli“. Zu seiner Zeit als Sportmoderator bei „ran“ trug er die Haare oft etwas länger und im Gesicht spross ein markanter Ziegenbart.
#12 Alexander Bommes
Egal ob in der „Sportschau“ oder bei „Gefragt – Gejagt“, Alexander Bommes ist das Gesicht für Sport im Ersten. Er tritt hmeist sehr schick auf, im perfekt sitzenden Sakko mit Hemd oder feinem Pullover, die Haare akkurat kurz. Doch wer ihn aus seiner Zeit als Profi-Handballer kennt, muss zweimal hinschauen. In den frühen 2000ern, als er noch für den VfL Gummersbach oder TSV Altenholz Tore warf, sah er komplett anders aus: In Trikots und Shorts, mit oft wild zerzausten Haaren und einem markanten Kinnbart, wirkte er deutlich rauer.
#13 Jan Köppen
Jan Köppen ist der unangefochtene Nachfolger im Dschungelcamp und moderiert mittlerweile gefühlt jede zweite Show auf RTL. Und auch Anfang 2026 überraschte er seine Fans sogar mit einer Transformation: 10 Kilo weniger und ein dichter Vollbart lassen ihn fast wie einen anderen Menschen wirken. Doch blickt man noch einmal zurück auf seine Anfänge beim Musiksender VIVA im Jahr 2005, sieht man noch einmal einen ganz anderen Mensch: Ein schmaler, fast schüchtern wirkender Typ, dafür oft mit dem typischen „Indie-Look“ der 2000er und wuscheligen Haaren.
#14 Daniel Hartwich
Mit seinen markanten Brillen, dem spitzbübischen Grinsen und einem mittlerweile sehr schmalen, Gesicht ist Daniel Hartwich auch 2026 wieder Teil der Moderation von „Let's Dance“ und von der Show nicht mehr wegzudenken. Doch blickt man auf seine Anfänge bei RTL im Jahr 2008 zurück, als er mit seiner Late-Night-Show „Achtung! Hartwich“ den Durchbruch schaffte, sieht man einen ganz anderen Mann. Damals war der Moderator deutlich kräftiger und sein Look war viel „fluffiger“.