ZDF-Fernsehgarten: Alle Highlights, Pannen und News zur Kultsendung mit Andrea Kiewel
Seit den 80ern flimmert der ZDF-Fernsehgarten über die TV-Bildschirme und sorgt für musikalische Unterhaltung. Das sind die Highlights der Kultsendung
Seit 1986 sorgt der ZDF-Fernsehgarten mit Schlagermusik und Unterhaltung für gute Laune auf den heimischen Bildschirmen. Seit den 2000er-Jahren steht Andrea Kiewel, auch liebevoll „Kiwi “genannt, als Moderatorin im Mittelpunkt der beliebten Sendung – und dabei geht nicht immer alles glatt: Kleine Pannen gehören fast schon zum Kultfaktor und sorgen regelmäßig für Schmunzler. Die Highlights der Show findest du auf den nächsten Seiten.
Lesetipp: Die Änderungen und News im TV solltest du auf dem Schirm haben.
Legen wir los:
Elton kassiert Buhrufe im „Fernsehgarten“ – wegen eines einzigen WM-Satzes
Beim „ZDF-Fernsehgarten“ am Sonntag, 19. Juli 2026, wurde es auf dem Mainzer Lerchenberg kurz laut gegen Elton. Der 55-Jährige feierte in der Mallorca-Ausgabe sein Debüt als Co-Moderator an der Seite von Andrea Kiewel – und landete direkt im Fußball-Fettnäpfchen.
Kiewel sprach zu Beginn über das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien. Deutschland war Ende Juni im Sechzehntelfinale gegen Paraguay im Elfmeterschießen ausgeschieden. Auf Kiewels Frage nach seinem Finaltipp erklärte Elton: „Ich bin in einer guten Position in der Tippgemeinschaft Familie, da führe ich gerade, und ich habe am Anfang Argentinien als Weltmeister getippt.“ Dann legte er nach: „Ich glaube tatsächlich, dass Argentinien gewinnt.“
Das Mallorca-Publikum, offenbar klar im Spanienfieber, reagierte mit Buhrufen. Elton nahm es locker: „Ist mir doch egal!“ Später schlug die Stimmung wieder um, ein Zuschauer rief sogar: „Geiler Typ“.
Auch Kiewel bekam Buhrufe ab, als sie sagte: „Jetzt können alle buhen: Ich bin für Argentinien.“ Auf der Bühne standen unter anderem Mickie Krause, Mia Julia, Frenzy und Lorenz Büffel.
Andrea Kiewel entschuldigt sich nach Pokémon-Szene im „ZDF-Fernsehgarten“
Eine Szene im „ZDF-Fernsehgarten“ sorgt seit der Ausgabe vom 12. Juli 2026 für Kritik. Moderatorin Andrea Kiewel stellte gemeinsam mit zwei Expert*innen Pokémon-Karten aus verschiedenen Ländern vor. Bei französischen, spanischen und italienischen Karten reagierte sie mit „Bonjour!“, „Hola!“ und „Ciao!“. Eine japanische Karte ordnete sie als chinesisch ein und kommentierte sie mit „Ching Chang Chong“.
In sozialen Medien warfen Kritiker*innen ihr und dem ZDF daraufhin vor, rassistische Stereotype zu bedienen und Menschen mit asiatischen Wurzeln zu verletzen. Das ZDF reagierte nach Angaben des Artikels auf seinen Social-Media-Plattformen. Der Sender machte seine Haltung gegen Rassismus deutlich und teilte mit, Kiewel bedaure die Äußerung und entschuldige sich. Die Aussage sei in der Live-Situation gefallen.
Auf Anfrage von t-online hieß es: „Im 'ZDF-Fernsehgarten' mit dem Motto '90er Jahre' wurde der damals aufkommende 'Pokémon'-Trend beleuchtet. Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint.“
Der Vorfall hat eine Debatte über Alltagsrassismus, Verantwortung im Live-TV und den Umgang mit Fehlern ausgelöst. Forderungen nach Sanktionen gegen die Moderatorin werden im Ausgangstext kritisch gesehen. Entscheidend sei, ob aus dem Fehler eine sichtbare Auseinandersetzung folgt.
Oberkörperfrei im „Fernsehgarten“: „Let’s Dance“-Profi bringt Kiewel ins Schwärmen
Im „ZDF-Fernsehgarten“ vom 12. Juli 2026 stand alles im Zeichen der Neunzigerjahre. Neben Rednex, Caught in the Act, Guildo Horn, Captain Jack und Nana waren auch sechs „Let’s Dance“-Profis dabei: Malika Dzumaev, Evgeny Vinokurov, Anastasia Maruster, Alexandru Ionel, Valentin Lusin und Mariia Maksin.
In drei Tanz-Challenges traten die Tänzer*innen in zwei Teams gegeneinander an. Besonders Alexandru Ionel fiel auf: Der 31-Jährige, der neben dem Tanzen als Zahnarzt arbeitet, startete eine Choreografie mit offenem Hemd und tanzte später oberkörperfrei weiter.
Andrea Kiewel kommentierte begeistert: „Als der Alexandru gemacht wurde, hatte der liebe Gott auch einen richtig guten Tag gehabt. Guckt ihn euch an!“ Auch Guildo Horn meinte: „Wenn man so einen Körper hat, dann soll man damit arbeiten.“ Valentin Lusin konterte: „Wir brauchen solche Mittel nicht.“
Vor der Publikumsentscheidung warb Ionel erneut für sein Team: „Ihr Lieben, denkt an das Angebot der Zahnreinigung. Ein Implantat ist kostenlos, das zweite 50 Prozent, auch wenn es nicht gebraucht wird.“ Mariia Maksin setzte dagegen: „Zahnpflege ist wichtig, aber ich bin in der Altenpflege und Altenpflege ist auch wichtig.“ Das Publikum entschied sich für Altenpflege statt Zahnpflege.
Hinter den Kulissen: Andrea Kiewel gibt seltene Einblicke in den ZDF-Fernsehgarten
Andrea Kiewel gibt zum 40. Jubiläum des ZDF-Fernsehgartens im Juli 2026 neue Einblicke hinter die Kulissen. In der Dokumentation „ZDF-Fernsehgarten: Mit Kiwi hinter den Kulissen“ wird deutlich: Bei den Proben steht nicht immer Kiewel selbst in der Moderationsrolle. Diese Aufgabe übernimmt Autor Dieter „Didi“ Ochs. Er schreibt normalerweise Moderationstexte und Interviewfragen für Kiewel, springt bei den Abläufen aber selbst ein. Die Moderatorin ist laut Doku nur bei der Generalprobe des Openings dabei. Erst zur Live-Sendung am Sonntag übernimmt sie wieder vor der Kamera.
Kiewels Sonntag beginnt meist zwischen 9.30 und 10 Uhr auf dem Lerchenberg in Mainz. Sie begrüßt das Team, liest noch Zeitung und geht dann in die Maske. Dort zieht sie sich bewusst zurück: „Ich schotte mich dann auch ab“. Kurz vor Sendestart gehört außerdem ein kräftiger Espresso zu ihrem Ritual. Die 61-Jährige moderiert den Fernsehgarten seit 2000. Damals kannte sie die Sendung nach eigener Aussage noch nicht: „Ich bin zum Casting gekommen im Februar 2000, hatte die Sendung noch nie gesehen.“
Alkoholverbot im Fernsehgarten
Seit der neuen Saison im Mai 2026 ist der ZDF Fernsehgarten einen drastischen Schritt gegangen. Auf dem gesamten Gelände wird kein Alkohol ausgeschenkt und es gibt ein striktes Alkoholverbot. „In der diesjährigen Saison wird im Rahmen des ZDF-Fernsehgarten kein Alkohol auf dem ZDF-Gelände ausgeschenkt. Bei ausgewählten Sendungen haben wir bereits die Erfahrung gemacht, dass dieses Vorgehen dem fröhlichen und ausgelassenen Showprogramm vor Ort mit Familien und Fans keinen Abbruch tut“ gab eine ZDF-Sprecherin gegenüber bild.de bekannt.
Obwohl der Fernsehgarten für Party, Schlager und gute Laune steht, wurde der Verzehr von Alkohol vor allem im Publikum zum Problem. Besonders Tourist*innen, die gezielt zur Show kamen, um dann alkoholisiert zu feiern, nahmen den eigentlichen Fans vermehrt die Tickets weg. „Die haben sich teilweise richtig volllaufen lassen“, erklärte ein Produktionsmitarbeiter. Vor allem größere Gruppen, die Junggesellenabschiede oder Geburtstage gefeiert haben, sie negativ aufgefallen.
Fernsehgarten trotz immenser Hitze
Während viele Veranstaltungen am letzten Juni Wochenende 2026 abgesagt wurden, hielt ZDF am Fernsehgarten fest und ließ die Show mit Andrea Kiewel trotzdem laufen. Das Publikum musste allerdings umziehen, wie die Moderatorin erklärte: „Wir haben vorgesorgt, Tische weg, alle sitzen so gut es geht im Schatten“. Und das kam wohl bei den Zuschauer*innen auch ziemlich gut an. „Es hat keiner gemotzt. Das gibt’s auch nur im 'Fernsehgarten'.“, schwärmte Kiewel.
Die 61-Jährige musste auch selbst zu etwas härteren Maßnahmen greifen, um die Moderation zu überstehen: „Ehrlicherweise, weil ich unter der Dusche war, friere ich gerade ein bisschen.“ Denn zwischen den einzelnen Sequenzen ließ sich die gebürtige Berlinerin kalt abduschen.
Pool-Eskalation bei 30 Grad: Andrea Kiewel springt ins Wasser
Eigentlich stand der ZDF-Fernsehgarten am Sonntag, den 21. Juni, unter dem schwungvollen Motto „Disco-Fox“. Doch bei erbarmungslosen 30 Grad im Schatten auf dem Mainzer Lerchenberg wurde die Hitze schnell zum wahren Hauptdarsteller der Live-Show und sorgte für eine spontane Planänderung.
Nach gut 40 Minuten hielt Moderatorin Andrea „Kiwi“ Kiewel die Hitze in ihrem Outfit schlicht nicht mehr aus. Mit Blick auf ihre Gäst*innen, die entspannt auf Stand-up-Paddle-Boards durch den Studio-Pool glitten, gab sie offen zu: „Ich bin neidisch, ich will auch reinfallen.“ Nach einem kurzen, amüsierten Abwägen der Styling-Konsequenzen (Gibt es überhaupt ein Ersatzkleid? Was passiert mit den Haaren?) gab es kein Halten mehr. Angefeuert vom johlenden Publikum sprang sie kurzerhand samt Klamotten ins kühle Nass.
Nachdem sie noch einen Gast überredet hatte, ebenfalls hineinzuspringen, wurde erst einmal ausgiebig geplanscht. Das Mikrofon wurde ihr kurzerhand ins Wasser gereicht, sodass sie die Show einfach triefend nass aus dem Pool heraus weiterführte. Das Kuriose: Laut Kiewel war das Team zwar auf eine Pool-Aktion vorbereitet, allerdings erst für den Schluss der Sendung. Weil es für ein komplettes Umstyling in der Werbepause nicht reichte, zog „Kiwi“ die Show durch und moderierte den Rest des Nachmittags gut gelaunt mit einem Handtuch-Turban auf dem Kopf.
Trotz Sexismus-Kritik: Andrea Kiewel stimmt Spider-Murphy-Gang-Klassiker im ZDF-Fernsehgarten an
Eigentlich singen im „ZDF-Fernsehgarten“ ja immer die Gäst*innen, doch Anfang Juni 2026 schnappte sich Andrea Kiewel direkt zum Auftakt selbst das Mikrofon. Mit ihrem Auftritt mischte sie sich nämlich bewusst in eine aktuelle und hitzige Diskussion ein.
„In München steht ein Hofbräuhaus, doch Freudenhäuser müssen raus. Damit in dieser schönen Stadt, das Laster keine Chance hat“, sang sie gut gelaunt auf der Bühne. Das Publikum schaltete sofort und grölte auf ihre Nachfrage direkt die legendäre Telefonnummer „zweiunddreißig-sechzehn-acht“ mit.
Dass sie ausgerechnet diesen Song wählte, war kein Zufall. Die Spider Murphy Gang war zum großen 40. Jubiläum der Show zu Gast. Doch ihr Kult-Hit „Skandal im Sperrbezirk“ sorgt gerade für viel Wirbel. Eine Gleichstellungsstelle wollte das Lied nämlich wegen angeblich problematischer Inhalte von Volksfesten verbannen, genau wie die Songs „Layla“ und „Nein heißt Ja“.
Andrea Kiewel interessierte die Kritik augenscheinlich wenig.
Marina Marx stürzt von der Bühne
Schlagersängerin Marina Marx genoss ihren ganz besonderen Moment im ZDF-Fernsehgarten. Gemeinsam mit Ikone Nino de Angelo sang sie das Duett „Bella Italia è Amore“. Doch als die 35-Jährige das Publikum zum Mitmachen animieren wollte, stürzte sie plötzlich von der Bühne – und zwar genau in die kleine Lücke vor der Balustrade.
Dabei verlor sie jedoch keineswegs die Fassung, sondern sang den Refrain gekonnt weiter. Kurzerhand zog sie ihre Schuhe aus und brachte den Auftritt professionell zu Ende. Nino de Angelo scherzte direkt nach dem Auftritt: „Oh mein Gott, das war alles so geplant.“ Auf Instagram gab Marina danach Entwarnung: „Ihr Lieben, mir geht's den Umständen entsprechend gut, alles okay. Macht euch keine Sorgen.“ Zudem flachste sie: „es lag nicht an den Schuhen. Da war ein Abgrund, ich habe so gefeiert auf der Bühne und dann bin ich da rübergetreten und runtergefallen.“
Wie viel verdient das ZDF mit seinem Fernsehgarten?
Die Ticketpreise für den „ZDF-Fernsehgarten“ sind gestiegen – und bringen dem Sender pro Show beachtliche Einnahmen. Die beliebte Livesendung aus Mainz lockt jeden Sommer tausende Fans auf das Gelände des ZDF-Sendezentrums. Bis zu rund 6.000 Zuschauer*innen verfolgen die Show vor Ort. Je nach Kategorie kosten die Tickets derzeit etwa zwischen 12 und 25 Euro. Dadurch erzielt das ZDF pro Ausgabe Einnahmen im fünfstelligen Bereich. Bei rund 20 Folgen pro Saison summieren sich die Erlöse aus dem Kartenverkauf auf mehrere hunderttausend Euro. Die Nachfrage nach Tickets bleibt hoch, viele Termine sind schnell ausverkauft. Neben den Einnahmen vor Ort sorgt der Fernsehgarten auch im Fernsehen regelmäßig für starke Quoten mit mehr als einer Million Zuschauer*innen pro Sendung. Damit zählt das Format weiterhin zu den erfolgreichsten Sommer-Shows des ZDF.
„Einfach nur peinlich“: Andrea Kiewel blamiert sich mit Geografie-Patzer
Ende September verabschiedete sich der ZDF-Fernsehgarten vom Mainzer Lerchenberg. Doch wie jedes Jahr folgte eine Zugabe: Andrea Kiewel präsentierte die letzten beiden Ausgaben der Saison im Oktober 2025 aus der Völklinger Hütte im Saarland, einem stillgelegten Eisenwerk. Gleich zu Beginn der Show versuchte die Moderatorin das Bundesland für die Zuschauer*innen einzuordnen: „Um das mal auf der Deutschlandkarte zu lokalisieren“, sagte sie und fügte hinzu: „Wir sind ganz im Südwesten, grenzen an Nordrhein-Westfalen und an Luxemburg und Frankreich.“ Damit lag sie jedoch total daneben. Denn das Saarland grenzt gar nicht an Nordrhein-Westfalen, sondern an Rheinland-Pfalz. Der Patzer blieb leider weder dem Publikum vor Ort noch den Zuschauer*innen zu Hause verborgen. Insbesondere auf X reagierten viele User*innen sofort: „Das Saarland grenzt laut Kiewel an NRW. Das macht die doch extra so was. So bescheuert kann man doch gar nicht sein“, schrieb ein Nutzer verärgert. Weiter hieß es: „Kiwi darf Grenzen verschieben“ oder „Wenn man aus Berlin kommt und seinen Lebensmittelpunkt in Israel hat, kann man scheinbar nicht wissen, dass das Saarland und NRW nie eine gemeinsame Grenze hatten und haben.“ Andere bezeichneten den Versprecher als „einfach nur peinlich“. Bei Andrea Kiewel selbst dauerte es allerdings eine Weile, bis sie den Fehler bemerkte. Erst nach dem Auftritt der ersten Band fiel es ihr auf, woraufhin sie sich mit der flachen Hand an die Stirn schlug und rief: „Wie konnte ich denn Nordrhein-Westfalen sagen? Es ist natürlich Rheinland-Pfalz!“