Bill und Tom Kaulitz übernehmen „Wetten, dass..?“
Der „Wetten, dass..?“-Neustart begeistert. Bill und Tom Kaulitz verraten ihre Pläne für die Show, während Markus Lanz deutliche Worte über Gottschalk findet
Die Fußstapfen, in die die „Tokio Hotel“-Zwillinge Bill und Tom Kaulitz im Dezember 2026 treten, sind nicht gerade klein. Am 05. Dezember übernehmen sie nach drei Jahren Pause die Moderation von „Wetten, dass..?“ beim ZDF. In der Vergangenheit haben Frank Elstner (1981-1987), Thomas Gottschalk (1987-2011), Wolfgang Lippert (1992-1993) und Markus Lanz (2012-2014) durch den berühmten Abend geführt, der voller Wettkandidat*innen und Star-Gespräche war. Nach einer langen Pause übernahm einmalig Thomas Gottschalk im Jahr 2021 erneut das Mikrofon. Doch nun kommt frischer Wind in die traditionsreiche Show: Die Kaulitz-Zwillinge übernehmen „Wetten, dass..?“ und der Countdown läuft.
Am Pressetag, dem 20. Oktober, haben sie einiges über die Planung und die bisherige Arbeit am Format verraten.
„Jetzt schon der Rekordbrecher“
Obwohl es auch kritische Stimmen zu dem Moderationswechsel gab, ist der Hype in Deutschland um die neue „Wetten, dass..?“-Auflage im vollen Gange. Innerhalb von nur zwei Stunden haben sich über 78.000 Menschen zur Ticketverlosung für die Show angemeldet und damit jetzt schon einen Rekord gebrochen. Anmelden für die Verlosung kann man sich noch bis Freitag, den 23. Oktober.
Die Vorbereitungen für die Show sind im vollen Gange auch, wenn die Zwillinge und ihre Band „Tokio Hotel“ bis dahin einen vollen Terminkalender haben. Mit ihrem neuen Album „ENCORE“ gehen sie ab Anfang Oktober auf Tour, doch sie sehen es positiv: „Wir haben irgendwie 18, 19 Shows und dann kommt ‚Wetten, dass..?‘. Das heißt, auf Publikum sind wir schon mal vorbereitet.“ An der Planung des ZDF-Formats sind sie trotz ihrer Musik-Karriere aktiv beteiligt. „Wir sitzen regelmäßig alle zusammen, besprechen unsere Wunschgäste oder auch Gäste, die wir nicht so gerne hätten“, verrät Bill Kaulitz und fügt begeistert hinzu „Wir dürfen uns schon unsere Traumshow auch selber zusammenpacken.“ Vor allem, wer zur Show kommen soll, ist für die 37 essentiell: „Bei manchen Gästen haben wir uns so festgebissen, weil wir die so gerne haben wollen, dass wir wirklich auch privat das Telefon rausholen und die bis zum Ende nerven, dass die uns besuchen kommen.“
Auch die ersten Videos von Wettkandidat*innen haben die Zwillinge schon sichten dürfen und zeigen sich berührt von dem Aufwand und der Mühe, die sich die Menschen dort gegeben haben.
Den beiden ist die Tradition der Show auch aus eigener Erfahrung sehr bewusst:
Bill und Tom Kaulitz verbinden selbst viel mit „Wetten, dass..?“
Wie für so viele Menschen in Deutschland hat die Samstagabend-Unterhaltungsshow auch für für die Musik-Zwillinge eine lange Tradition: „Ich verbinde damit kleine Leberwurst-Schnittchen und den Pyjama vorm Fernseher“. Doch nicht nur sie selbst haben die Show als Kinder verfolgt, sondern sogar schon ihre Mutter gemeinsam mit ihrer Großmutter. Vor allem Mama-Kaulitz hat sich von dem neuen Job ihrer Jungs sehr berührt gezeigt. Bill erzählt, wie ihre Mutter reagierte: „Hätte mir jemand erzählt, dass meine eigenen Kinder irgendwann diese Show moderieren“ und führt weiter über seine eigenen Emotionen aus „in dem Moment ist mir klar geworden, wie verrückt das für unsere Familie eigentlich ist. Und das hat mich dann am meisten berührt.”
Wie kommt der Wechsel sonst in Deutschland an?
Viel Zuspruch für Kaulitz-Zwillinge und deutliche Worte zu Thomas Gottschalk
Vor allem Fans der Kaulitz-Zwillinge kriegen sich vor Begeisterung kaum noch ein: „Das einzige Mal, dass ich seit Jahren mal wieder lineares Fernsehen gucken werde“. Und auch prominente Befürworter sind unter den Kommentaren zu finden, wie zum Beispiel Palina Rojinski: „Das wird episch“. Auch die früheren Moderatoren wie zum Beispiel Frank Elster haben im Spiegel mit großer Vorfreude über die neue Besetzung der Moderation gesprochen: „Wenn wir die Samstagabendunterhaltung am Leben erhalten wollen, müssen wir etwas Neues wagen. Es ist Zeit für die nächste Generation.“
Markus Lanz legte dabei sogar den Finger in eine Wunde, die vor allem die jüngere Generation schon länger online bewegt. Mitte Oktober 2026 hat sich Markus Lanz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) offen über seinen „Wetten, dass..?“-Vorgänger Thomas Gottschalk geäußert – und dabei auch die Debatte um dessen körperlichen Umgang mit weiblichen Prominenten auf der Showcouch nicht ausgespart. „Wir sind mit dem groß geworden. Der war anders, der war flapsig und immer schon ein bisschen übergriffig“, sagte Lanz. Gottschalk hatte sein Verhalten gegenüber Gäst*innen einst als „rein dienstlich“ bezeichnet. Lanz widersprach klar: „Das wird heute diskutiert. Und das Interessante ist, dass man immer vergisst: Das war damals schon eigentlich nicht mehr okay.“
Über die neuen Moderatoren zeigte er sich dementsprechend enthusiastisch: „Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf. Und ich glaube, so komplett anarchisch daranzugehen, ist genau das Richtige.“
Lesetipp: Was wurde aus Thomas Gottschalk nach seinem „Wetten, dass..?“-Aus.