Netflix, Prime und Co.: Horrorfilme- und serien, die unter die Haut gehen

Ob Geheimtipp, düstere Dystopie oder beklemmender Filmabend: Diese Horror-Highlights gehen wirklich unter die Haut. Nichts für schwache Nerven.

Horrorfilme- und serien gehören zu dem beliebtesten Genre.
Quelle: IMAGO / ZUMA Press

Horror ist längst mehr als der schnelle Schock im Dunkeln: Die besten Geschichten des Genres kriechen unter die Haut, spielen mit unseren Ängsten und bleiben oft noch hängen, wenn der Bildschirm schon schwarz ist. So auch die folgenden Filme und Serien, die uns einfach unter die Haut gehen.

Der erste Film verschwindet bald aus dem Streaming-Angebot:

„28 Years Later“ spielt in den schottischen Highlands und sorgt dadurch für düstere Stimmung.
Quelle: IMAGO / Landmark Media

#1 „28 Years Later“

Horror-Fans müssen sich beeilen: „28 Years Later“ verschwindet am 18. September 2026 aus dem Netflix-Angebot. Der Film aus dem Jahr 2025 setzt 28 Jahre nach dem ersten Ausbruch des Wutvirus ein und verlegt die Handlung in die schottischen Highlands.

Im Mittelpunkt stehen Jamie und sein zwölfjähriger Sohn Spike. Beide verlassen ihre abgelegene Inselgemeinde, die nur über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Dort treffen sie auf infizierte und mutierte Wesen – und Spike stößt auf schmerzhafte Wahrheiten über seine Familie. Später sucht er eigenständig den Arzt Dr. Ian Kelson auf, der seiner erkrankten Mutter helfen soll.

Die Kritik fiel ebenfalls positiv aus. Auf Rotten Tomatoes heißt es: „Dieser Film ist voller Menschlichkeit und Herz, aber auch sehr brutal und extrem gewalttätig“. Außerdem: „Absolut sehenswert! Nicht nur ein Zombiefilm, sondern er beleuchtet auch 28 Jahre später noch die menschlichen Aspekte.“

Altersfreigabe: FSK 18 / ungeschnitten

Der Horrorfilm „When Evil Lurks“ ist ein verstörender Horrorthriller.
Quelle: IMAGO / Everett Collection

#2 „When Evil Lurks“

Der argentinische Horrorfilm „When Evil Lurks“ (2023) gilt als meisterhaft verstörend: Das Grauen entspringt hier weniger bloßer Gewalt, sondern einer tief sitzenden, schleichenden Beklemmung. Als die Brüder Pedro und Jaime Yazurlo auf eine dämonische Entität stoßen, die in ihrem menschlichen Wirt auf ihre Geburt wartet, geraten sie in einen albtraumhaften Strudel. Jeder Versuch, das Wesen auszutreiben, schlägt fehl und verschlimmert die Lage nur noch weiter. Regisseur Demián Rugna liefert damit ein kompromissloses Werk ab, das ihn endgültig als absoluten Geheimtipp im Genre etabliert.

Die Zuschauer*innen sind jedenfalls nachhaltig verstört: „Schockierend grotesk. Der erste Film seit langem, der mir tatsächlich eine Gänsehaut beschert hat. Ein Film über Besessenheit, der sich seine beklemmende Stimmung verdient hat, auch wenn die Entscheidungen der Figuren nicht immer nachvollziehbar sind“, schreibt ein User auf Rotten Tomatoes. Ein weiterer Fan findet schlicht: „grotesk, furchterregend, verstörend.“ Bei Amazon Prime gibt es ihn zur Leihe. 

Altersfreigabe: FSK 18 / ungeschnitten

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Der Horrorfilm „Passenger“ spaltet das Publikum.
Quelle: Paramount Pictures
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#3 „Passenger“

Seit dem 8. September 2026 ist „Passenger“ digital fürs Heimkino verfügbar: Der Horrorfilm kann unter anderem bei Amazon in UHD ausgeliehen oder gekauft werden. Im Film sind Tyler und Maddie mit ihrem Van unterwegs, als sie auf einem abgelegenen Highway Zeugen eines schweren Unfalls werden. Die beiden fahren weiter – doch offenbar nehmen sie etwas mit, das ihren Trip in einen Albtraum verwandelt.

Bei Kritiker*innen kommt „Passenger“ nur gemischt an: Auf Rotten Tomatoes sind sich die Zuschauer*innen uneins. So heißt es hier einerseits: „Dieser Film hat mir einen Riesenschrecken eingejagt! Ich fand ihn großartig! Er ist voller Spannung und ja, auch voller Schreckmomente. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle!“ oder „ein unterhaltsamer Horrorfilm, definitiv sehenswert, wenn man auf Schreckmomente steht.“ Ein anderer User findet hingegen: „Leider ist das Ganze zu absurd und übertrieben, um interessant zu sein.“

Altersfreigabe: FSK 16

„City of Blood“ gehört zu den außergewöhnlichsten Serien 2026.
Quelle: Disney+

#4 „City of Blood“

Am 16. September 2026 startet auf Disney+ die deutsche Miniserie „City of Blood“ – und die klingt deutlich anders als klassisches deutsches Prestigefernsehen. Statt Krimi-Routine oder historischem Drama setzt die achtteilige Serie auf eine Mischung aus Vampirhorror, Politthriller und Klimadystopie. Genau das macht die Serie zum spannendsten deutschen Genre-Experiment des Streaming-Jahres.

Die Handlung spielt in einem alternativen Berlin: Die Spree ist ausgetrocknet, der Tiergarten baumlos, privilegierte Menschen leben unter einer klimatisierten Kuppel. Draußen bestimmen Hitze, Korruption und Verbrechen den Alltag. Im Zentrum stehen die Schwestern Bea und Phoebe, gespielt von Lea Drinda und Soma Pysall. Nach einer Trennung in der Kindheit treffen sie kurz vor wichtigen Wahlen wieder aufeinander – und kommen den Vampiren gefährlich nahe, die längst nach politischer Macht greifen.

Die Serie basiert auf der Graphic Novel „Berlinoir“ von Reinhard Kleist und Tobias O. Meißner. Regie und Showrunning übernimmt Philipp Kadelbach. Zum Cast gehören außerdem Lars Eidinger, Jördis Triebel und Dagmar Manzel.

Altersfreigabe: FSK 16