„Tatort“-Highlights 2026: Das darfst du nicht verpassen!

Alles über neue Rekord-Quoten, Abschiede beliebter Ermittler und die wichtigsten News aus der Welt der Kult-Krimireihe „Tatort“.

Das sind die „Tatort“-Highlights!
Quelle: IMAGO / Rüdiger Wölk

2026 hat es für „Tatort“-Zuschauer*innen in sich. Während sich einige der beliebtesten Ermittler*innen-Duos nach Jahrzehnten vom Bildschirm verabschieden, sorgen andere Teams für Rekordquoten, die zeigen, dass die Krimireihe auch nach über 50 Jahren nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat. Doch was musst du wissen und was hast du vielleicht verpasst?

Der MDR muss sparen und setzt die Produktion beim „Tatort“ und beim „Polizeiruf“ für drei Jahre aus.
Quelle: MDR/MadeFor Film/Steffen Junghans

MDR setzt „Tatort“-Produktion aus

Weil die Bundesländer den höheren Rundfunkbeitrag ablehnen und der Druck wächst, muss der MDR sparen. Die Konsequenz: Beim „Tatort“ und beim „Polizeiruf“ werden drei Jahre lang keine neuen Folgen produziert. Der Sender erklärte im Mai 2026 dazu auf Anfrage des Spiegels:

„Die bislang durch die Bundesländer seit 1.1.2025 nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags bedeutet für den MDR eine umfangreiche Budget-Kürzung. Diese Situation zwingt den MDR zu strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang der MDR-Programmangebote auswirken werden.“

Der Abschied von „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ erfolgt schrittweise. Laut Flurfunk sind noch sechs Produktionen beauftragt; eine Entscheidung des Rundfunkrats über einen neuen Dresden-Krimi soll per Umlaufverfahren fallen, da das Gremium zuletzt nicht beschlussfähig war. Der Sender beruhigt jedoch: „Der MDR hat bereits fertiggestellte und vertraglich fixierte Produktionen vorrätig, die in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen.“ Parallel dazu kündigte die ARD für 2026 eine viermonatige „Tatort“-Sommerpause an.

Zuschauer sind sauer, weil die ARD eine „Tatort“-Wiederholung zeigt.
Quelle: IMAGO / Panama Pictures

„Dafür zahlt man GEZ?“: Zuschauer sauer wegen „Tatort“-Wiederholung 

Eigentlich ist das Tatort-Team aus Münster mit Thiel und Börne ein Quotengarant, doch am Sonntagabend (10. Mai 2026) sorgte der Krimi schon vor dem Start für schlechte Laune. Der Grund war, dass die ARD nur eine Wiederholung zeigte – und das mitten im Mai.

In den sozialen Netzwerken ließen die Fans ihrem Frust freien Lauf. Ein Nutzer auf Facebook schimpfte: „Anfang Mai schon Sommerpause und nur Wiederholungen bis Oktober ist eine Frechheit!“ Viele Zuschauer*innen ärgern sich, dass sie für alte Folgen Rundfunkgebühren zahlen müssen. „Dafür bezahlt man gerne GEZ“, schreibt eine Userin sarkastisch auf Instagram. Die ARD spricht von einer „Ausnahme aus planerischen Gründen“, aber das beruhigt die Gemüter nicht wirklich.

Auch über den Film selbst wird gestritten. Einigen ist der Humor zu albern: „Dieser Klamauk hat mit ‚Tatort‘ nichts zu tun, grausam“, heißt es in einem Kommentar. Die treuen Fans sehen das anders und feiern das Duo weiterhin als „Kult“. Wer jedoch Lust auf etwas Neues hat, braucht jetzt etwas Geduld: Erst ab Mitte September 2026 gibt es im Ersten wieder frische Krimi-Kost.

Max Giermann spielt im Kölner Tatort „Showtime“ die Rolle des Moderator Frank Anders.
Quelle: WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Wegen Max Giermann? Kritik am Kölner Fall „Showtime“

Im Kölner Fall „Showtime“ ermitteln Ballauf und Schenk Mitte April 2026 nach dem Mord an Kameramann Stefan „Happy“ Glück im Umfeld der Kindersendung „Sachen und Lachen“. Doch während die Kommissare ein Netz aus Spielschulden und Aggressionen aufdecken, zeigen sich viele Zuschauer*innen unzufrieden. Im Fokus steht nämlich Max Giermann als cholerischer Moderator Frank Anders, den viele Fans schlicht nicht ernst nehmen können. Auf X (ehemals Twitter) häufen sich Kommentare wie: „Ich denke ständig gleich fängt Giermann an zu reden wie Klaus Kinski“ oder „Max Giermann sieht immer aus, als müsste er sich das Lachen verkneifen wie bei LOL“.

Zusätzlich sorgt die häufige Verwendung des Split-Screens während der Folge für massiven Unmut. Die Zuschauer*innen empfinden das Aufteilen des Bildschirms als ziemlich überflüssig. Ein Nutzer fragt genervt: „Gab es Split Screen irgendwo im Sonderangebot?“, während ein anderer klarstellt: „Immer diese bekloppten dramaturgischen Mittel. Soll das hip sein?“ Auch unter einem offiziellen Instagram-Post hält sich die Begeisterung in Grenzen: „Ich hab gestern Abend ein Sudoku gelöst, während der Tatort lief. Das war spannender und unterhaltsamer als dieses Filmchen“, schreibt ein Nutzer.

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Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer werden die neuen Kommissare in München.
Quelle: IMAGO / Lindenthaler

Generationswechsel in München: Rekord-Abschied für Batic und Leitmayr – wer folgt?

Nach über 100 gemeinsamen Fällen ist beim Münchner „Tatort“ im Frühjahr 2026 endgültig Schluss für das Kult-Duo Batic und Leitmayr. Mit der emotionalen Doppelfolge „Unvergänglich“ verabschiedeten sich Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl an Ostern von ihrem Publikum. Das Interesse war gewaltig: Allein der zweite Teil am 7. April lockte 6,86 Millionen Zuschauer*innen vor die Bildschirme, was einem Marktanteil von 27,8 % entsprach. Miroslav Nemec erklärte den Schritt im Interview mit Bunte.de nüchtern, aber treffend: „Ich bin 71 und ein richtiger Kriminalpolizist ist nicht mit 71 noch im Beruf. Insofern musste es mal sein.“

Doch die Lücke im Präsidium wird schnell gefüllt. Kalli Hammermann, gespielt von Ferdinand Hofer, übernimmt nun das Zepter. Nachdem er sich seit 2014 vom Assistenten hochgearbeitet hat, rückt er nun zum Chefermittler auf. Unterstützt wird er dabei von Carlo Ljubek in der Rolle des SEK-Schichtleiters Nikola Buvak. Ihr erster gemeinsamer Fall „Zwischenwelten“ – ein Raubmord im Stadtteil Neuperlach – wurde bereits produziert. 

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