12 spannende Fakten zu „Der Herr der Ringe“, die du noch nicht kennst

Wir kennen und lieben die „Der Herr der Ringe“-Filme! Doch die wenigsten kennen die 12 spannenden Fakten zur Verfilmung. Wie sieht es mit dir aus?

Die beiden Hobbits Frodo und Sam gehören zu den Hauptfiguren in „Der Herr der Ringe“.
Quelle: IMAGO / Everett Collection

Fun Facts, die sogar echte „Der Herr der Ringe“-Fans noch überraschen

Ohne Zweifel gehört die „Der Herr der Ringe“-Trilogie zu den beliebtesten Filmreihen überhaupt. Die Filme haben heute absoluten Kultstatus und eine große weltweite Anhängerschaft. Viele von uns haben das Fantasy-Spektakel schon dutzend Male angesehen, doch weißt du wirklich bereits alles über die Filmreihe? Wir haben 12 spannende Fakten zu „Der Herr der Ringe“ zusammengetragen, die dich bestimmt noch überraschen werden!

Los geht's direkt mit einer besonders verblüffenden Hintergrundgeschichte:  

Sean Connery sollte ursprünglich eine tragende Rolle in "Der Herr der Ringe" übernehmen
Quelle: IMAGO / PicturePerfect

#1 Sean Connery und die verpasste Chance

Wir alle kennen und lieben Sir Ian McKellen in seiner Paraderolle als Gandalf. Der Zauberer, der die Gemeinschaft des Rings mit seiner Weisheit und Macht unterstützt, sollte jedoch ursprünglich von keinem anderen als Mr. James Bond persönlich, Sean Connery, verkörpert werden. Der schottische Schauspieler war die erste Wahl von Regisseur Peter Jackson. Er lehnte jedoch ab, da er in dem Charakter kein Potential sah.

Laut einigen Medien sagte er damals: „Ich habe es nie verstanden. Ich habe das Buch gelesen. Ich habe das Drehbuch gelesen. Ich habe den Film gesehen. Ich verstehe es immer noch nicht. Ian McKellen ist meiner Meinung aber wunderbar darin.“

Diese Entscheidung dürfte Sean Connery Zeit seines Lebens bereut haben, denn so gingen ihm nicht nur Ruhm und Bekanntheit, sondern auch etwa 450 Millionen Dollar Gewinnbeteiligung durch die Lappen. Damit reiht er sich ein in die lange Liste der Hollywood-Stars, die eine wirklich gute Chance vertan haben.

Viggo Mortensen als Aragorn in "Der Herr der Ringe".
Quelle: IMAGO / Allstar

#2 Chaos um die Rolle des Aragorn

Nicht nur die Besetzung von Gandalf, auch die von Aragorn sorgte hinter den Kulissen für reichlich Wirbel. Zahlreiche große Namen waren im Spiel, unter anderem gab es ernsthafte Verhandlungen mit Russell Crowe, Nicholas Cage und Daniel Day-Lewis. Am Ende fiel die Entscheidung auf den wenig bekannten Schauspieler Stuart Townsend - welcher jedoch in letzter Minute noch durch Viggo Mortensen ersetzt wurde. Nach all dem Chaos doch ein echter Glücksgriff, wenn man die Fans fragt! 

Sean Bean spielte Boromir in "Der Herr der Ringe".
Quelle: IMAGO / Allstar

#3 Sean Beans ungewöhnlicher Weg zur Arbeit

"Der Herr der Ringe" ist nicht zuletzt wegen seiner fantastischen Landschaftsaufnahmen so beliebt geworden. Für einige Szenen wurden die Schauspieler mithilfe eines Helikopters auf Bergspitzen geflogen, um dort gute Bilder einzufangen. Eine Ausnahme dabei war jedoch Sean Bean, der die Rolle des Boromir spielte. Der englische Schauspieler litt unter großer Flugangst, weshalb er lieber stundenlang über den Berg zum Drehort kraxelte, als sich in wenigen Minuten dorthin fliegen zu lassen. Die Arbeitsmoral stimmte bei ihm auf jeden Fall!

Ian Holm ist im Universum von „Der Herr der Ringe“ kein Unbekannter.
Quelle: IMAGO / Prod.DB

#4 Ein alter Bekannter

Vor allem im ersten Teil von „Der Herr der Ringe“ bekommen wir viel von Ian Holm als Bilbo Beutlin zu sehen. Der Onkel von Frodo ist für lange Zeit der Ringträger und als solcher eine zentrale Figur des Mittelerde-Universums. Die wenigsten wissen jedoch, dass Ian Holm bereits einiges an Erfahrung mitbrachte: In einer erfolgreichen Hörspiel-Fassung aus dem Jahre 1981 sprach er bereits die Rolle des Frodo. Dies soll Regisseur Peter Jackson auch zu seiner Besetzung inspiriert haben.

Fun Fact: Viele Fans haben eine Szene mit Bilbo falsch gedeutet...

Nachdem Bilbo seinen Ring verlor, schien er ziemlich schnell gealtert zu sein.
Quelle: Imgur

#5 Altert man schneller durch den Verlust des Rings?

Viele Zuschauer dachten, dass der Ring zu beschleunigtem Alter führt. Kein Wunder, denn als Bilbo am Ende von „Die Rückkehr des Königs“ urplötzlich gealtert ist, dachten alle, es liegt am Verlust des Rings. Wenn wir aber an Gollum denken, kann das theoretisch gar nicht stimmen. Als er seinen Schatz an Bilbo verlor, hätte er nämlich auch schneller altern müssen aber stattdessen lief er noch fröhlich 80 Jahre später in Mittelerde rum. Wenn also der Ring tatsächlich Schuld an Bilbos Alterung wäre, hätte es Gollum schon in „Die Gefährten“ nicht mehr geben dürfen. Was für ein Missverständnis!

Die meisten werden auch das nächste Detail garantiert falsch verstanden haben:

Fast jeder Zuschauer dachte, dass Eowyn der einzige Grund war, warum der Hexenkönig starb.
Quelle: IMAGO / Everett Collection

#6 Konnte Éowyn den Hexenkönig töten, weil sie eine Frau ist?

Das Gerücht haben viele Zuschauer hartnäckig geglaubt. Denn wenn man bedenkt, dass vor Éowyn kein Mann es geschafft hat, den Hexenkönig von Angmar zu töten, macht es absolut Sinn, dass ihr Geschlecht dafür verantwortlich ist. Aber im selben Atemzug vergessen viele, dass Merry kurz vor dem Finale dem Hexenkönig in den Rücken stach. In den Filmen wurde nämlich nicht erklärt, dass die Klingen, die die Hobbits anfangs von Aragorn erhalten haben, keine gewöhnlichen Schwerter sind. In Wahrheit wurden sie nämlich von Dúnedain mit Hilfe eines Zaubers geschaffen. Extra, um die Nazgûl damit zu verletzen. Merry war also am Ende diejenige, die dafür gesorgt hat, dass Éowyn die Prophezeiung erfüllen konnte.

Frauen sind in der Filmreihe generell in der Unterzahl? Falsch gedacht:

Karl Urban spielte einen der Reiter von Rohan in „Der Herr der Ringe“
Quelle: IMAGO / United Archives

#7 Die Reiterinnen von Rohan

Im „Der Herr der Ringe“-Universum sind die weiblichen Rollen gegenüber den männlichen Charakteren deutlich in der Unterzahl - allerdings nur augenscheinlich. Denn viele der Reiter von Rohan, die in den Filmen in die Schlachten reiten, sind in Wirklichkeit Frauen, die mit Perücken und Bärten ausgestattet wurden. Regisseur Peter Jackson kommentierte dies mit den Worten, dass es eine Vielzahl hochprofessioneller Stunt-Reiterinnen in Neuseeland gäbe und es ein daher eine liegengelassene Chance gewesen wäre, sie nicht im Film einzusetzen. Und das Ergebnis gibt ihm mehr als Recht!

Ein Mitarbeiter des Kostümdepartments setzt ein Kettenhemd zusammen.
Quelle: IMAGO / agefotostock

#8 Harte Arbeit für das Kostümbild

Beim Dreh der Trilogie wurde stets besonderen Wert auf die kleinsten Details gelegt. Auch Ausstattung und Kostüme sollten besonders hervorstechen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kostüm-Department stellten unter anderem ca. 48.000 Einzelstücke von Rüstungen angefertigt! Einige der Angestellten legten sich beim Zusammensetzen der Kettenhemden so ins Zeug, dass anschließend ihre Hände so abgenutzt waren, dass man ihre Fingerabdrücke nicht mehr erkennen konnte. Auch hinter den Kulissen wurde also hart gearbeitet.

John Rhys-Davies ist in "Der Herr der Ringe" in gleich zwei Rollen zu sehen.
Quelle: IMAGO / Future Image

#9 Eine beeindruckende Doppelrolle

Echte Fans der "Herr der Ringe"-Trilogie wissen bereits, dass der englische Schauspieler John Rhys-Davies nicht nur Gimli verkörperte, sondern auch dem Ent Baumbart seine Stimme leiht. Aber nur wenigen ist es zudem bekannt, dass er die beeindruckende, tiefe Stimme Baumbarts ohne jegliche Effekte oder Stimmverzerrungen eingesprochen hat. Seine Doppelrolle macht das nur noch beeindruckender: Rhys-Davies ist anscheinend nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Synchronsprecher wirklich begabt.

Die Charaktere Aragorn, Legolas und Gandalf in "Der Herr der Ringe".
Quelle: IMAGO / Allstar

#10 Echte Schmerzen

Eine bestimmte Szene im zweiten Teil der Trilogie werdet ihr nach der Information nie mehr so wie zuvor sehen können: Nachdem Aragorn, Gimli und Legolas das Lager der Uruk-hai finden, glauben sie, dass Merry und Pippin umgekommen sind. Voller Schmerz tritt Aragorn einen herumliegenden Helm zur Seite und sinkt schreiend zu Boden. Allerdings ist der Schrei dabei nicht geschauspielert. Viggo Mortensen brach sich bei der Aktion einen Zeh, der Schmerz in seinem Gesicht ist also ebenfalls nur allzu real. Dass er trotzdem nicht aus der Rolle fiel, zeigt einmal mehr sein Talent und seine Hingabe zum Schauspiel!

Dominic Monaghan und Billy Boyd spielen in "Der Herr der Ringe" die Hobbits Merry und Pippin.
Quelle: IMAGO / Future Image

#11 Für immer beste Freunde

Bei aller Ernsthaftigkeit sorgen vor allem Merry und Pippin in „Der Herr der Ringe“ immer wieder für lustige und herzerwärmende Momente. Die beiden Hobbits sind beste Freunde und nur schwer voneinander zu trennen. Heute haben sich die Stars der Trilogie zwar teilweise sehr verändert, die beiden Schauspieler Dominic Monaghan und Billy Boyd pflegen nach wie vor eine wirklich gute Freundschaft. Sie haben stets engen Kontakt gehalten und haben nun sogar zusammen einen erfolgreichen Podcast namens "The Friendship Onion", in dem sie gemeinsam mit Gästen Trivia und lustige Geschichten zum Thema Mittelerde und Herr der Ringe besprechen.

Die Soundtechniker benutzten Plastikbecher für das Sound Design in "Der Herr der Ringe".
Quelle: IMAGO / ZUMA Wire

#12 Kreatives Sound Design

In der Nachbearbeitung eines Films muss man immer wieder kreativ sein und um die Ecke denken. Das trifft auch im Fall von "Der Herr der Ringe" zu. Um die angsteinflößenden Schreie der Nazgul zu erschaffen, wurden beispielsweise einfach alte Plastikbecher aneinander gerieben und die dabei entstandenen Töne einfach mit einigen Soundeffekten verändert. Das markante Ergebnis ist mit der Erkenntnis vielleicht ein kleines bisschen weniger angsteinflößend...