Junge mit Autismus baut Titanic mit Legosteinen nach

Wie lange der Junge an der Titanic aus Lego gebaut hat und wie viele Legosteine haargenau an der richtigen Stelle sind, ist mehr als nur bewundernswert

Legosteine sind ein beliebtes Spielzeug.
Quelle: imago images / Imaginechina-Tuchong / Symbolbild

Lego war und ist eine ganz wundervolle Beschäftigung für Kinder, Familien und Erwachsene, zumindest wenn man denn genug Phantasie, Kreativität und vor allem Geduld hat. Die Geduld des Jungen namens Brynjar Karl Birgisson ist kaum zu übertreffen. Denn während die Titanic gerade unter Wasser vor sich hin rottet, startet er ein Projekt und hat erstaunlich genau die Titanic nachgebaut und damit das weltweit größte Replikat erschaffen. Wieso er das gemacht hat und wie sie am Ende aussieht, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten:

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Brynjar Karl Birgisson: Die Titanic verändert sein Leben 

Als Brynjar zehn Jahre alt war, beginnt er, die Titanic so realistisch wie es geht aus Legosteinen nachzubauen. Zu dieser Zeit erfuhr der Junge, der aus Island kommt, dass er Autismus hat. Mit drei Jahren konnte Brynjar alle Wörter, die er bisher gelernt hat, nicht mehr sagen und kehrte sich in sich selbst, wie er in seiner Doku "How the Titanic became my Lifeboat" ("Wie die Titanic mein Rettungsboot wurde") erzählt. Und weil er die Titanic so liebte, beschloss er mit 10, nachdem er im Legoland war, dass er die Titanic nachbauen möchte und zwar so realistisch wie möglich. Seine Reise dokumentiert er außerdem auf seinem Facebook-Profil. Und dabei musste er ganz schön aus seiner Einsamkeit herauskommen: 

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56.000 Legosteine 

Wir sind schon begeistert von den 6.000 "Harry Potter"-Legoteilen, die es zu ergattern gibt. Doch Brynjar legt da eine Schippe drauf: 56.000 Steine verbaut er in 11 Monaten für sein Projekt. Sein Opa und er messen aus, wie groß das Schiff sein müsste und um an die Teile zu kommen, schreibt er dem Legoland in Dänemark und muss trotz seiner Krankheit wieder anfangen zu kommunizieren und tatsächlich schickt ihm das Legoland die Steine zu. 

Und die unglaubliche Reise kann beginnen: 

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Brynjar schafft das Unglaubliche 

Dass Brynjar so begeistert von der Titanic ist, können wir nur zu gut verstehen. Und mit seiner Leistung schafft er sich selbst ein Projekt, das ihn voranbringt. Das Lego-Schiff ist 7 Meter lang und musste deshalb in einem Lagerraum untergebracht werden, zu dem der Junge jeden Tag nach der Schule ging. Mit dem Projekt konnte er seine Liebe zu Lego und zu Schiffen verbinden und inzwischen weiß er auch, dass er mal Kapitän werden möchte.

Brynjar bewegt mit seiner Geschichte tausende Menschen, denn er zeigt, dass man an sich arbeiten kann und aus seiner Einsamkeit wieder herauskommen kann. Er ist damit ein großartiges Vorbild auch für den Umgang mit Autismus und tritt deshalb auch sehr häufig auf, denn inzwischen ist er sehr sozial geworden und hat viele Freunde gefunden. Seine Geschichte wurde sogar verfilmt: 

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Wie das Schiff entstanden ist und was er dabei gefühlt hat, erklärt er in dem Film genauer und macht anderen Menschen mit Autismus Hoffnung. Inzwischen hat Brynjar auf Facebook über 8.000 Fans, die bei der Entwicklung des Schiffes mitgefiebert haben. Auf YouTube findet ihr seine Doku.

Und wir ziehen unseren Hut vor dieser Entwicklung und dieser Leistung - das Schiff ist für alle Titanic-Fans eine kleine große Freude. Wie der letzte Tag auf der Titanic ablief, könnte für Fans auch interessant sein.